Sind Potenzmittel & Alkohol wirklich gefährlich?

Wechselwirkung von Potenzmitteln und Alkohol

Zuletzt aktualisiert: November 2019

Alkohol Erektionsstörungen Selbsthilfe Impotenz

Der Genuss von Alkohol beeinflusst die Erektionsfähigkeit – zumindest subjektiv – sowohl positiv wie negativ. Weniger klar scheint auf den ersten Blick, wie Alkoholkonsum und die Einnahme eines Potenzmittels aufeinander reagieren. Wechselwirkungen von PDE5-Hemmern, wie Viagra, Cialis un Co., und anderen Stoffen ist immer wieder Untersuchungsgegenstand verschiedener Studien. Ob man bei der Einnahme von Potenzmittel ganz auf Alkohol verzichten sollte oder auch ein paar Gläser zu sich nehmen kann, klären wir auf dieser Seite.

Keine Lust, über Erektionsstörungen zu sprechen? Auch eine online Klinik kann eine Alternative zum klassischen Arztbesuch sein – wichtig sind lizenzierte Einrichtungen mit Fachärzten wie auf 121doc.de oder euroclinix.de und bei ähnlichen Anbieter (Online Apotheken im Vergleich). Hier werden Ihnen Rezepte nach einer online Behandlung von zugelassenen Ärzten verschrieben und die Medikamente anschließend diskret per Post zu Ihnen nach Hause geschickt. Wie das genau funktioniert und warum Sie Potenzmittel legal online beantragen können, erfahren Sie hier.

Stefan HenningsInteressengemeinschaft Impotenz Selbsthilfe

Was sind PDE5-Hemmer und wie wirken sie?

Mit dem Markteintritt von Viagra 1998 eröffnete sich eine ganz neue Möglichkeit bei der Behandlung von erektilen Dysfunktionen (Erektionsstörungen). In der Folge wurden weitere Medikamente entwickelt, die den gleichen Ansatz wie Viagra verfolgen. Hierzu zählen Cialis, Levitra und Spedra. Da das Patent auf den Viagra-Wirkstoff Sildenafil seit wenigen Jahren ausgelaufen ist, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Viagra Generika, die ebenfalls in diese Medikamentengruppe hineinzählen. Sie bilden zusammen die PDE5-Hemmer.

SCHON GEWUSST?

Wussten Sie, dass Sie Potenzmittel bei lizenzierten Online Apotheken wie 121doc und weiteren Anbietern erhalten können? Beim online Vorgang wird anhand eines Fragebogens ein Rezept ausgestellt. Das läuft ohne physischen Arztbesuch ab – in unserem Online Apotheken Vergleich finden Sie alle Details dazu. Hier eine Übersicht über aktuelle Potenzmittel (PDE-5-Hemmer):

Potenzmittel Testpackung

Probepackung mit Viagra, Cialis und Levitra – Rezept inkl.

Potenzmittel Testpackung Viagra Cialis Levitra

Sildenafil 50 mg + Tadalafil 10 mg + Vardenafil 10 mg:

  • Testpackung ab 169,95 €
  • Inhalt: jeweils 4 Tabletten pro Wirkstoff

Viagra

Wirkstoff: Sildenafil – Potenzmittel von Pfizer

Potenzmittel bei Erektionsstörungen Viagra

Dosierung 25 mg:

  • 4 Tabletten: ab 110 €
  • 8 Tabletten: ab 210 €
  • 12 Tabletten: ab 306 €
  • 16 Tabletten: ab 400 €
  • 32 Tabletten: ab 784 €

Sildenafil Stada

Viagra Generika
Von Stada (Deutschland) hergestellt

Sildenafil Stada Potenzmittel bei Erektionsstörungen

Dosierung 25 mg:

  • 4 Tabletten: ab 55 €
  • 8 Tabletten: ab 84 €
  • 12 Tabletten: ab 110 €
  • 16 Tabletten: ab 140 €
  • 32 Tabletten: ab 239 €

SildeHexal

Viagra Generika
Von Hexal (Deutschland) hergestellt

SildeHexal 50mg 100mg Potenzmittel bei Erektionsstörungen

Dosierung 50 mg:

  • 4 Tabletten: ab 60 €
  • 8 Tabletten: ab 95 €
  • 12 Tabletten: ab 125 €
  • 16 Tabletten: ab 160 €
  • 32 Tabletten: ab 270 €

Cialis

Wirkstoff Tadalafil – bekannteste Viagra Alternative von Lilly Pharma

Potenzmittel bei Erektionsstörungen Cialis

Dosierung 10 mg:

  • 4 Tabletten: ab 120 €
  • 8 Tabletten: ab 220 €
  • 12 Tabletten: ab 315 €
  • 16 Tabletten: ab 412 €
  • 32 Tabletten: ab 800 €

Cialis 5 mg – „Once a Day“

Geringe Dosierung zur täglichen Einnahme

Potenzmittel bei Erektionsstörungen Cialis 5mg Dosierung

Dosierung 5 mg:

  • 28 Tabletten: ab 215 €
  • 56 Tabletten: ab 375 €
  • 84 Tabletten: ab 475 €

Tadalafil Stada

Cialis Generika
Von Stada (Deutschland) hergestellt

Potenzmittel bei Erektionsstörungen Tadalafil Stada

Dosierung 10 mg:

  • 4 Tabletten: ab 70 €
  • 8 Tabletten: ab 120 €
  • 12 Tabletten: ab 165 €
  • 16 Tabletten: ab 205 €
  • 32 Tabletten: ab 400 €

Levitra

Wirkstoff: Vardenafil – Von BAYER hergestellt

Levitra Potenzmittel bei Erektionsstörungen

Vardenafil Generika Preise 10 mg Dosierung:

  • 4 Tabletten: ab 70 €
  • 8 Tabletten: ab 120 €
  • 12 Tabletten: ab 165 €
  • 16 Tabletten: ab 205 €

Spedra

Wirkstoff: Avanafil – von Berlin-Chemie Menarini hergestellt

Spedra Potenzmittel bei Erektionsstörungen

Dosierung 50 mg:

  • 4 Tabletten: ab 90 €
  • 8 Tabletten: ab 165 €
  • 12 Tabletten: ab 230 €
  • 16 Tabletten: ab 285 €
  • 32 Tabletten: ab 490 €

Der Viagra-Wirkstoff Sildenafil wurde ursprünglich entwickelt, um die Gefäße zu erweitern und zum Beispiel den Blutdruck zu senken. Ansatz der Wirkungsweise ist die Hemmung des Enzyms PDE5. Wie sich dann schnell herausstellte, löst Sildenafil das Problem der Erektionsstörung recht effizient. Beim Vorgang der Erektion wird nämlich der Stoff cGMP freigesetzt, der die Muskulatur um die Arterien entspannt und diese weitet. Dadurch kann zügig Blut in die Schwellkörper im Penis einfließen. PDE5 baut diesen Stoff, cGMP, wieder ab. Wird PDE5 also gehemmt, kann eine stärkere und länger anhaltende Erektion entstehen.

Sildenafil greift genau in diesen biochemischen Prozess ein und hemmt PDE5. Verwandte Stoffe sind: Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Spedra). All diese Wirkstoffe werden zur Hemmung des Enzyms PDE5 genutzt und die zugehörigen Medikamente zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. Die Wirkungsweise ist somit zwischen diesen Mitteln identisch, sie unterscheiden sich aber gegebenenfalls in der Dosierung, Anwendung, Wirkungsdauer und dem Auftreten von Nebenwirkungen – und natürlich abseits der Wirkung im Preis.

Viagra Potenzmittel bei ErektionsstörungenCialis Potenzmittel bei ErektionsstörungenLevitra Potenzmittel bei ErektionsstörungenSpedra Potenzmittel bei Erektionsstörungen
NameViagraCialisLevitraSpedra
HerstellerPfizerEli Lilly Bayer Meranini Berlin Pharma
WirkstoffSildenafilTadalafilVardenafilAvanafil
Dosierung25, 50, 100 mg10, 20 mg5, 10, 20 mg50, 100, 200 mg
Wirkungseintrittca. 30 Minutenca. 1 – Stundenca. 25 – 60 Minutenca. 15 – 30 Minuten
Wirkungsdauerbis zu ca. 8 Stunden bis zu ca. 36 Stunden bis zu ca. 8 Stunden bis zu ca. 6 – 17 Stunden

Wie wirkt Alkohol auf die Erektionsfähigkeit?

Wird Alkohol konsumiert, wirkt sich das auf die Erektionsfähigkeit in Abhängigkeit der Menge aus. Ein mäßiger Genuss von Alkohol kann dabei durchaus einen positiven Effekt auf die Erektionsfähigkeit haben. Bei einem Blutalkoholspiegel bis etwa 0,4 Promille bleibt es bei der Wirkung, dass sich die Blutgefäße im Körper erweitern. Das fördert auch die Erektionsfähigkeit durch die entsprechende Gefäßerweiterung im Penis, sodass ein besserer Blutfluss entsteht.

In höherer Konzentration – ab etwa 0,5 Promille – beginnen aber die negativen Effekte des Alkohols zu überwiegen. Alkohol ist auch ein Nervengift mit entsprechend lähmender Wirkung auf Nerven und Gehirn. Da in der langen Kette zur Entstehung der Erektion die Reizverarbeitung im Gehirn und die Reizübermittlung des Nervensystems ebenfalls sehr wichtig sind, führt die giftige Eigenschaft des Alkohols zu einer Herabsetzung der Erektionsfähigkeit. Die körperliche Abfolge bis hin zu einer Erektion wird hierbei schon früh unterbrochen.

Das Auftreten positiver wie negativer Eigenschaften des Alkoholkonsums in Bezug auf die Erektionsfähigkeit kann sich von Person zu Person sehr stark unterscheiden. Auch wie schnell der Alkohol aufgenommen wird, spielt herbei eine Rolle. In Zusammenhang mit Zucker, Kohlensäure, in Heißgetränken oder auf leerem Magen gelangt der Alkohol wesentlich schneller in den Blutkreislauf und die Grenze, aber der die negativen Effekte überwiegen, ist schneller erreicht.

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Wechselwirkung zwischen Alkohol und PDE5-Hemmer

Wie wirken PDE5-Hemmer bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol? Zur Beantwortung dieser Frage muss ganz klar betont werden, dass durch die Einnahme eines PDE5-Hemmers die negativen Folgen eines zu hohen Alkoholkonsums nicht einfach kompensiert werden. Tatsächlich ist eine direkte Wechselwirkung zwischen Alkohol und PDE5-Hemmern im Sinne einer gegenseitigen biochemischen Wirkung nicht gegeben, jedoch sind indirekte Wechselwirkungen teilweise sehr deutlich vorhanden (Details siehe Quellen).

Im Schnitt verzögert Alkohol den Zeitpunkt, bis ein PDE5-Hemmer wirken kann, teils recht deutlich nach hinten. Der umgekehrte Effekt kann allerdings ebenfalls eintreten, wenn Alkohol nur in geringen Mengen zu sich genommen wird. Der verbesserte Blutfluss verteilt den Wirkstoff des PDE5-Hemmers schneller im Körper. Mit Alkoholkonsum kann somit nicht mehr gesagt werden, ab wann die Wirkung eines Potenzmittels einsetzt.


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Die mögliche Verzögerung durch Alkoholgenuss kann allerdings auch dazu führen, dass das Potenzmittel gar keine Wirkung mehr zeigt. Das kann selbst bei geringen Mengen Alkohol passieren, wird aber umso wahrscheinlicher, je höher die zugeführte Alkoholmenge ist. Bei alkoholabhängigen Männern kann ein PDE5-Hemmer laut einer Studie aus 2007 allerdings durchaus noch Wirkung zeigen. Hier spielen individuelle Umstände somit eine große Rolle.

Ausdrücklich zu beachten ist, dass auftretende Nebenwirkungen des Potenzmittels durch Alkohol verstärkt werden können. Das ist der wesentliche Grund, warum auf einen übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet werden sollten, wenn gleichzeitig ein PDE5-Hemmer eingenommen wird. Die meisten Nebenwirkungen der PDE5-Hemmer sind relativ harmlos und klingen rasch ab, durch Alkohol können diese aber deutlich intensiver ausfallen. Beispielsweise kann sich die typische Nebenwirkung Kopfschmerzen durch Alkohol sehr deutlich verstärken.

Fazit: Gesundheitsgefährdend kann der Mix aus PDE5-Hemmer und Alkohol dann werden, wenn der blutdrucksenkende Effekt des PDE5-Hemmers durch den Alkohol noch einmal intensiviert wird. Gleichzeitig steigt hierbei die Herzfrequenz. In Kombination kann das zu starken Kreislaufproblemen führen. Sogar lebensbedrohlich kann die Situation werden, wenn weitere Medikamente oder Aufputschmittel wie Poppers hinzukommen. In geringer Dosis sollte ein gleichzeitiger Alkoholkonsum bei der Einnahme von Viagra und Co. keine Probleme bereiten (siehe auch: Fachinformationen von Sildenafil unten):

Die blutdrucksenkende Wirkung von Alkohol (maximale Blutalkoholspiegel im Mittel 80 mg/dl) wurde bei gesunden Probanden durch Sildenafil (50 mg) nicht verstärkt.

GEBRAUCHSINFORMATIONEN

Hier können Sie die Merkmale von Sildenafil Pfizer genauer unter die Lupe nehmen. Vergewissern Sie sich vor der Einnahme über die Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen – und vor allem: konsumieren Sie kein Medikament aus unseriösen Quellen oder ohne Konsultation einer medizinischen Einrichtung.
Quelle: Pfizer

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Quellen

  • Studien: Alkohol und ED (erektile Dysfunktion), Alkohol kein Risikofaktor (2009, 2007)
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19143912
    https://www.nature.com/articles/3901556
  • Studie: Alkohol und Erektion, Alkohol hat wenig Effekt (2011)
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3164266/