Wie ansteckend ist eine Chlamydieninfektion?

Wahrscheinlichkeiten, Symptome, Folgen von Chlamydien

Zuletzt aktualisiert: September 2019

Chlamydien Geschlechtskrankheiten

Chlamydien zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland. Unbehandelt kann eine Infektion mit Chlamydien schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen, beispielsweise Unfruchtbarkeit (bei Männern und Frauen). Dabei zeigt die Krankheit oft kaum oder keine Symptome bis zu den schweren Folgeerscheinungen. Eine Infektion mit Chlamydien ist glücklicherweise leicht zu diagnostizieren und zu behandeln.

Hinweis

DIE GESAMMELTEN INFORMATIONEN AUF DIESER SEITE DIENEN NUR ZUR ALLGEMEINEN INFORMATION (ALLGEMEINE UNTERSTÜTZUNG FÜR RATSUCHENDE) und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden.

Was sind Chlamydien?

Chlamydien werden von Bakterien der Gruppe Chlamydia trachomatis verursacht. Diese sind sogenannte gramnegative Bakterien. Sie benötigen für die Vermehrung eine Zelle des menschlichen Körpers, die sie dabei zerstören, und können sich nicht eigenständig teilen.

Der übliche Ansteckungsweg findet über den sexuellen Kontakt statt. Die Bakterien befinden sich in den Schleimhäuten von Harnröhre, Gebärmutterhals, Enddarm, Rachen und Vagina, außerdem in Vaginalflüssigkeit (Scheidenflüssigkeit) und Sperma. Die Übertragung bei einem ungeschützten Geschlechts- oder Oralverkehr ist häufig.

Keine Lust, über Geschlechtskrankheiten zu sprechen? Auch eine online Klinik kann eine Alternative zum klassischen Arztbesuch sein – wichtig sind lizenzierte Einrichtungen mit Fachärzten wie z.B. 121doc und weitere Anbieter (Online Apotheken im Vergleich). Hier werden Ihnen Rezepte nach der online Behandlung von den Ärzten verschrieben und Sie können diese auch direkt einlösen. Ihr Präparat kommt meist schon am nächsten Tag bei Ihnen per Expressversand an.

Stefan HenningsInteressengemeinschaft Impotenz Selbsthilfe

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich betroffen bin?

Nach Schätzungen sind rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit dem Erreger Chlamydia trachomatis infiziert. Da in vielen Fällen die Krankheit (zunächst) ohne Symptome verläuft, werden Chlamydien schnell weitergegeben. So kann sich der Erreger weit verbreiten. Wenn Symptome auftreten, dann meist erst eine bis drei Wochen nach der Infektion. Möglich ist auch, dass die Symptome nach kurzer Zeit wieder von allein zurückgehen, somit nicht an eine ernsthafte Erkrankung gedacht wird.

Erektionsstörungen Impotenz euroClinixChlamydien sind kein angenehmes Thema für ein Gespräch mit dem Hausarzt. Anonymer läuft die Behandlung bei Online Apotheken wie z. B. www.121doc.de ab.

Der einzig sichere Weg zu wissen, ob Sie selbst von Chlamydien betroffen sind, ist ein entsprechender Test. Dafür wird eine Urinprobe abgegeben oder ein Vaginalabstrich gemacht. Der Test kann beim Haus- oder Facharzt durchgeführt werden. Genauer wird in der Regel die PCR-Methode angewandt. Im Labor wird der Erreger mit dieser Methode nachgewiesen, indem das Erbgut des Bakteriums aufgezeigt wird. Mit der Probe kann sehr leicht eine Infektion festgestellt und gegebenenfalls eine Behandlung eingeleitet werden. Sicher nachgewiesen werden kann das Bakterium allerdings nur in der akuten Phase, also nach der Inkubationszeit.

Man kann sich beispielsweise bei Gynäkologen, Urologen, HIV-Schwerpunktärzten, in Checkpoints der Aidshilfen und Gesundheitsämtern testen lassen.

Für Schwangere gehört der Test auf Chlamydien zu den Standardverfahren der Vorsorge. Hintergrund sind die möglichen schweren Folgen für das Ungeborene. Eine nicht rechtzeitig behandelte Infektion mit Chlamydien kann zu einer Frühgeburt, Fehlgeburt oder Totgeburt führen. Zudem ist es möglich, dass der Erreger während der Geburt auf das Baby übertragen wird und dort zu schweren gesundheitlichen Folgen führt.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Infektion?

Wie bereits erwähnt, wissen viele Betroffene nichts von einer Infektion, da keine oder kaum Symptome auftreten. Wenn Symptome auftreten, dann sind ein weißlicher bis grünlicher Ausfluss, ein Druckgefühl, ein Jucken oder Brennen beim Urinieren und ein schmerzendes Gefühl beim Urinieren oder beim Geschlechtsverkehr bei Männern und Frauen mögliche Symptome.

Entzündungen, die in der Folge einer unbehandelten Chlamydieninfektion entstehen, führen oft zu stärkeren gesundheitlichen Beschwerden (Fieber, starke Regelblutungen oder Zwischenblutungen, Schmerzen in Hoden oder Unterbauch). Die Symptomatik hier kann ähnlich ausfallen wie genannt oder auch stärker.

Erektionsstörungen ErektionsmittelChlamydien sind kein angenehmes Thema für ein Gespräch mit dem Hausarzt. Anonymer läuft die Behandlung bei Online Apotheken wie z. B. www.121doc.de ab.

Was sind mögliche Folgen nach einer Infektion?

Die Folgen einer unbehandelten Infektion mit Chlamydien können gravierend sein. Bei beiden Geschlechtern wandern die Erreger im Laufe der Zeit weiter in den Körper hinein. Bei Männern entzündet sich die Harnröhre und im weiteren Verlauf sind auch die Nebenhoden und die Prostata betroffen. Das geht oft mit starken Schmerzen einher. Im schlimmsten Fall bilden sich Abszesse und eine Unfruchtbarkeit droht.

Bei Frauen wandert die Infektion ebenfalls weiter in die inneren Fortpflanzungsorgane. Eine Entzündung des Gebärmutterhalses, der Gebärmutter und insbesondere der Eileiter droht. Vernarbungen und Verklebungen der Eileiter können die Folge sein. Das erhöht das Risiko von Eileiterschwangerschaften und auch die Unfruchtbarkeit ist möglich.

Für beide Geschlechter können weitere Folgeerscheinungen auftreten. So kann der Erreger auch in die Beingelenke weiterwandern und dort Entzündungen auslösen. Auch eine Entzündung der Bindehaut in den Augen ist möglich. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen.

Gibt es einen Schutz vor der Infektion mit Chlamydien?

Einen Schutz durch eine Impfung oder ein ähnliches Verfahren gegen Chlamydien gibt es bislang nicht. Daher sind alle Maßnahmen zur Prävention geeignet, die auch für andere Geschlechtskrankheiten gelten. Das bedeutet beispielsweise ausschließlich geschützten Geschlechtsverkehr mit Kondom. Da Chlamydien durch Kontakt mit Schleimhäuten übertragen werden, ist auch beispielsweise Oralsex riskant und ein Weg der Ansteckung. Ohnehin sind Chlamydien hochansteckend.

Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt mit der Zahl der Geschlechtspartner, mit denen in relativ kurzer Zeit intimer Kontakt besteht. Auch eine vormalige Erkrankung mit einer Geschlechtskrankheit macht eine Ansteckung mit Chlamydien wahrscheinlicher. Für junge Frauen gibt es aufgrund der hohen Risiken den Test auf Chlamydien auch im Rahmen der normalen Vorsorge.

Chlamydia trachomatis nistet sich besonders gern in bestimmte Arten von Zellen ein, die vor allem im Genitalbereich der Frau vorkommen. Daher besteht bei jungen Frauen ein erhöhtes Risiko. Das ist umso höher, desto anfälliger die körpereigenen Abwehrkräfte werden. Rauchen und Essstörungen sind beispielsweise risikosteigernde Faktoren in dem Zusammenhang.

Hinweis

DIE GESAMMELTEN INFORMATIONEN AUF DIESER SEITE DIENEN NUR ZUR ALLGEMEINEN INFORMATION (ALLGEMEINE UNTERSTÜTZUNG FÜR RATSUCHENDE) und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden.

​Behandlung bei einer Chlamydien Infektion

Chlamydien sind mit gut behandelbar und heilbar – für die Behandlung wird Antibiotika eingesetzt. Je früher mit einer Behandlung nach der Infektion begonnen wird, desto einfacher und kürzer ist die Dauer der Behandlung im Normalfall.

Wegen des hohen Ansteckungsrisikos sollte auf Sex verzichtet werden, bis die Therapie abgeschlossen ist. Sexpartner sollten informiert werden und sich ebenso untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen, damit es zu keiner gegenseitigen Ansteckung kommt.

Wichtig: Damit sich Chlamydien nicht weiter ausbreiten, informieren Sie Ihre letzten Sexpartner, die wiederum Ihre sexuellen Kontakte informieren – so kann eine weitere Ansteckung verhindert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Quellen

  • Deutsche Aidshilfe zu Chlamydien:
    https://www.aidshilfe.de/chlamydien