Pflanzliche Potenzmittel – eine hilfreiche Alternative?

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Erektionsstörungen sind weit verbreitet. Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland circa acht Millionen Männer unter einer sogenannten erektilen Dysfunktion. Dabei liegt nicht immer eine organische Ursache vor. Bei jedem vierten Patienten sind die Erektionsstörungen psychosomatisch bedingt.

Lange griffen die Betroffenen schnell zu chemischen Potenzmitteln, wie Cialis oder Viagra, denn diese versprechen in der Regel einen schnellen Erfolg. Allerdings treten bei der Einnahme auch einige Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Übelkeit und Dauererektionen auf. Daher betrachten viele Männer inzwischen rein pflanzliche Potenzmittel als eine Alternative. Die Phytotherapie bietet einige Mittel zur Behandlung von Sexualstörungen.

Damiana (Turnera diffusa)

Diese Heilpflanze stammt aus Amerika. Sie enthält vor allem stark durchblutungsfördernde Terpene. Schon die Indianer nutzten Damiana als natürliches Aphrodisiakum. Auch heute genießt die Pflanze einen guten Ruf als Stärkungs- und Potenzmittel. Wissenschaftlich Nachweise für die potenzsteigernde Wirkung gibt es noch nicht.

Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris)

Der Erd-Burzeldorn kommt vor allem in Asien und Afrika vor. Den Früchten wird eine tonisierende und potenzsteigernde Wirkung zugesprochen. Trotz fehlender wissenschaftlicher Bestätigung wird der Pflanzenextrakt als Aphrodisiakum auch als natürliches Mittel zum Muskelaufbau bei Sportlern eingesetzt. Es wird vermutet, dass der Erd-Burzeldorn die Testosteronproduktion steigert und damit seine Wirkung erzielt. Der Nachweis der Forschung dafür steht noch aus.
Vorsicht ist bei Männern mit Leber- und Nierenproblemen geboten, da diese Organe durch die Einnahme von Erd-Burzeldorn geschädigt werden können.

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Der Ginkgobaum, der ursprünglich aus China stammt, ist heute nahezu weltweit zu finden. Die wirksamen Komponenten der Blätter sind Flavonoide, Terpene, Ketone und Säuren. Extrakte aus den Blättern werden zur symptomatischen Behandlung bei Demenz eingesetzt. Ginkgoextrakt verbessert unter anderem die arterielle Durchblutung und die Fließeigenschaften des Blutes.
Die nachweislich durchblutungsfördernde Wirkung wird gern bei Erektionsstörungen als natürliche Stärkung genutzt. Bei regelmäßiger Anwendung treten selten allergische Hautreaktionen und Magen-Darm-Beschwerden auf.

Bischofsmütze (Epimedium grandiflorum)

Die Bischofsmütze ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die enthaltenen Alkaloide und Glykoside wirken psychisch anregend. In Tierversuchen wurde auch ein Effekt auf den Hormonhaushalt festgestellt. Der Bischofsmütze wird eine Erhöhung der Samenproduktion und eine Verstärkung der Libido zugesprochen. Sie wird auch “pflanzliches Viagra” genannt, da vermutet wird, dass die Pflanze auf ähnliche Weise wirkt, wie das chemische Mittel. Nachweise dafür gibt es noch nicht.

Yohimbin-Baum (Pausinystalia yohimbe)

Dieser Baum kommt vor allem im tropischen Westafrika vor. Aus den Blättern und der Rinde des Yohimbin-Baumes wird ein klassisches Mittel gewonnen, das zur Behandlung von Erektionsstörungen dient. Das Yohimbin erweitert die Blutgefäße und steigert den Blutfluss in Richtung der Geschlechtsorgane. Außerdem wirkt es im Nervensystem lustfördernd. Bereits geringe Reize wirken unter dem Einfluss von Yohimbin lustfördernd. Die Einnahme von Yohimbin ist allerdings nicht unproblematisch. Der pflanzliche Wirkstoff kann die Wirkung von Antidepressiva verstärken und den Einfluss von blutdrucksenkenden Medikamenten abschwächen. Die Einnahme in hohen Dosen über einen längeren Zeitraum kann zu Leberschäden führen.

Ginseng (Panax ginseng)

Diese koreanische Heilpflanze gilt als universales Stärkungsmittel. Sie wirkt durchblutungsfördernd und stärkt die Immunabwehr. Somit trägt sie maßgeblich dazu bei, dass der Körper sich von äußeren Einflüssen nicht schwachen lässt. Daher ist auch ein positiver Effekt auf die Potenz zu beobachten.

Fazit – Pflanzliche Potenzmittel können gefährlich sein

Gefährlich sind pflanzliche Potenzmittel nicht. Die Nebenwirkungen sind, im Vergleich zu chemischen Mitteln, gering. Allerdings ist auch die Wirkung oft sehr gering. Bei vielen pflanzlichen Präparaten ist der Nutzen, aufgrund der fehlenden Studien, umstritten.
Daher wird diesen Präparaten oft ein synthetisches Potenzmittel zugesetzt. Dieses wird illegalerweise nicht deklariert.

Somit nimmt “Mann” unwissentlich einen synthetischen Wirkstoff zu sich, der erhebliche Nebenwirkungen haben kann.
Leider wird dieser Betrug bisher kaum verfolgt. Auch bei großer Vorsicht ist man nicht davor sicher, auf einen solchen Schwindel reinzufallen. Das Risiko, im Internet gefälschte Produkte zu erhalten, ist sehr groß. Wenn Sie verunsichert sind, lassen Sie sich in der Apotheke vor Ort beraten.

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