Was sind Chlamydia trachomatis und wie werden sie übertragen?

Chlamydia trachomatis sind Bakterien, die Infektionen im Bereich der Geschlechtsorgane und seltener an anderen Teilen des Körpers, beispielsweise der Augen, hervorrufen. Unter der Bezeichnung Chlamydien ist die Infektion als Geschlechtskrankheit bekannt, die zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland zählt. Das gilt insbesondere für sexuell aktive Jugendliche und junge Menschen.

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Gibt es verschiedene Typen der Chlamydia trachomatis?

Das Bakterium Chlamydia trachomatis gibt es in verschiedenen Unterarten, sogenannte Serotypen, die für unterschiedliche Krankheitsbilder verantwortlich sein können. So sind die Serotypen A bis C für das Trachom, eine chronische Bindehautentzündung in den Augen, verantwortlich. Ein Trachom kann zur Erblindung führen. Die Serotypen A bis C sind allerdings fast ausschließlich in tropischen Regionen anzutreffen.

Die hierzulande verbreiteten Serotypen D bis K verursachen die als Chlamydien bekannte Geschlechtskrankheit. Diese führen allgemein zu urogenitalen Infektionen bei Männern wie Frauen. Der Übertragungsweg findet hauptsächlich über sexuellen Kontakt statt. In seltenen Fällen kann der Weg auch beispielsweise über das Badewasser gehen. Die Serotypen D bis K können für Bindehautentzündungen in den Augen verantwortlich sein. Insbesondere als Folge einer Nichtbehandlung verbreiten sich die Bakterien in weitere Bereiche des Körpers und können dort zu Entzündungen führen.

Weiterhin gibt es die Serotypen L1 bis L3. Bakterien dieser Serotypen kommen in den Tropen vor und werden ebenfalls über sexuelle Kontakte übertragen. Die folgende Erkrankung sind aber nicht Chlamydien, sondern ist als Lymphogranuloma venereum bekannt. Symptome sind hier kleine, meist schmerzlose Geschwüre, sowie in der Folge Lymphödeme und chronische Geschwüre.

Im Weiteren sind in erster Linie die Serotypen D bis K in der Betrachtung, die hierzulande als Chlamydien vorwiegend verbreitet sind.

Wie kann ich mich vor Chlamydia trachomatis schützen?

Bisher gibt es keinen allgemeinen Impfschutz gegen Chlamydia trachomatis. Damit bleibt als Präventionsmaßnahme die Reduzierung der Risiken einer Ansteckung. Dazu zählt – wie bei allen Geschlechtskrankheiten – der geschützte Geschlechtsverkehr mit einem Kondom. Das gilt für alle Formen des Geschlechtsverkehrs, da die Ansteckung mit Chlamydia trachomatis vaginal, anal und oral erfolgen kann. Ein häufiger Wechsel der Sexualpartner stellt ebenfalls ein höheres Risiko dar.

Weiterhin sollte eine Betroffene oder ein Betroffener im Falle einer Infektion alles dafür tun, die Erkrankung nicht weiterzuverbreiten. Dazu zählt beispielsweise der offene Umgang mit der Partnerin oder dem Partner, um diese oder diesen nicht anzustecken oder ebenfalls zu einem Test zu bewegen. Natürlich sollte die Infektion beim Betroffenen selbst direkt behandelt werden. Während der Behandlung sollte zudem idealerweise auf sexuelle Kontakte verzichtet werden.

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Was sind die Symptome?

Die hohe Verbreitung von Chlamydien lassen sich unter anderem darauf zurückführen, dass eine Infektion mit Chlamydia trachomatis bei vielen Betroffenen nicht, kaum oder nur kurzzeitig zu Symptomen führt. Das bedeutet aber nicht, dass in der weiteren Folge starke gesundheitliche Folgen auszuschließen sind. Treten Symptome auf, dann etwa eine bis drei Wochen nach der Infektion.

Die Symptome sind geschlechtsspezifisch. Bei Frauen treten in der weiten Mehrheit der Fälle gar keine Symptome auf. Ansonsten ist ein typisches Symptom ein weißlicher, unangenehmer Ausfluss. Eine stärkere Periode oder Zwischenblutungen sind ebenfalls möglich sowie Schmerzen im Genitalbereich oder beim Geschlechtsverkehr. In den meisten Fällen wandert die Infektion weiter in den Uterus und in die Eileiter, wo sie schwere Entzündungen auslösen kann. Im schwersten Fall kann das zur Unfruchtbarkeit führen. Bei Schwangeren können sich weitere schwere Folgen ergeben.

Bei Männern treten in etwa der Hälfte der Infektionen keine Symptome auf. Ansonsten ist eine Entzündung der Harnröhre das erste Symptom. Ein weißlicher Ausfluss aus der Penisspitze sowie Jucken und Brennen beim Urinieren sind weitere Symptome. Ein Druckgefühl und Schmerzen können ebenfalls auftreten. Auch hier wandert die Infektion meist weiter in den Körper und kann zu Entzündungen in den Nebenhoden und der Prostata führen. Diese sind meist sehr schmerzhaft. Im schlimmsten Fall droht die Unfruchtbarkeit.

Wie läuft die Diagnose und die Behandlung?

Bei Verdacht auch eine Ansteckung mit Chlamydia trachomatis sollten Sie direkt einen Arzt aufsuchen. Eine Infektion ist für einen Arzt schnell und einfach festzustellen. Hierfür sind spezielle Tests entwickelt worden. Steht eine Infektion fest, verschreibt der behandelnde Arzt ein Antibiotikum. Chlamydia trachomatis lassen sich mit diversen Antibiotika sehr erfolgreich behandeln.

Verschrieben wird ein Tetrazyklin wie beispielsweise Doxycyclin oder ein Makrolid wie beispielsweise Azithromycin oder Erythromycin. Geeignet wäre auch ein Chinolin wie beispielsweise Levofloxacin. Azithromycin kann dabei als Einmaldosis eingenommen werden. Die anderen Mittel müssen meist über einen Zeitraum von einer Woche eingenommen werden. Die Behandlung erfolgt aber immer nach Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Weiterhin sollten Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin informieren, damit auch hier gegebenenfalls frühzeitig eine Behandlung stattfinden kann. Betroffene sollten während der Behandlung auf Geschlechtsverkehr verzichten, also mindestens eine Woche. Ist die Erkrankung zu weit fortgeschritten, können weitere ärztliche Maßnahmen notwendig werden. Zudem sollte nach einigen Wochen ein weiterer Test auf Chlamydia trachomatis durchgeführt werden, um ein positives Behandlungsergebnis sicherzustellen.

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