Risiken und Komplikationen durch unbehandelte Chlamydieninfektionen

Chlamydien sind eine Geschlechtskrankheit, die in Deutschland sehr verbreitet ist. In vielen Fällen bleiben Chlamydien unentdeckt und zumindest für längere Zeit unbehandelt. Ein Grund hierfür ist, dass Chlamydien nicht bei jeder Person Symptome zeigt oder diese nur kurzzeitig auftreten, bis eine vermeintliche Verbesserung eintritt. Dabei sind unbehandelte Chlamydien eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen.

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Folgen bei unbehandelten Chlamydien für betroffene Frauen

Chlamydien führen zu geschlechtsspezifischen Folgen bei den Betroffenen. Bei Frauen startet die Infektion mit Chlamydien meist im äußeren beziehungsweise vorderen Bereich der Geschlechtsorgane, was zu einem atypischen Ausfluss führen kann. Im weiteren Verlauf wandert die Infektion weiter in die inneren Geschlechts- und Fortpflanzungsorgane und sorgt für Entzündungen. Insbesondere die Eileiter sind schnell betroffen.

Eine mögliche Folge ist eine Adnexitis (PID). Darunter ist eine Entzündung des gesamten Beckenbereichs zu verstehen – vom Gebärmutterhals über die Gebärmutter bis zu den Eileitern. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist relativ hoch: Etwa zwanzig Prozent erkranken in der Folge von Chlamydien an einer PID. Die Entzündungen führen zu Unterleibsschmerzen und Blutungen. Vor allem die Eileiter leiden unter den Entzündungen, wo Vernarbungen und Gewebeschäden entstehen.

Hieraus sind Einschränkungen in der Funktion der Eileiter möglich. Neben Eileiterschwangerschaften ist die Unfruchtbarkeit eine Gefahr. Bei Schwangeren führt eine PID in einigen Fällen zu Fehlgeburten, Frühgeburten oder Totgeburten. Zudem werden bei der Geburt die Chlamydien auf das Kind übertragen, wo sie Augen- und Lungeninfektionen führen können. Im Rahmen der Vorsorge werden Schwangere daher für gewöhnlich frühzeitig auf Chlamydien getestet.

Neben der PID sind auch weitere Folgeerkrankungen möglich. Bei der Zervitis liegt eine Entzündung des Gebärmutterhalses vor. Symptome hier sind ein abnormaler Ausfluss, Schmerzen beim Urinieren oder beim Geschlechtsverkehr sowie eine verstärkte Periode. Im weiteren Verlauf kann sich die Infektion verstärken und Unterleibschmerzen, Rückenschmerzen und einem dauerhaften Ausfluss verursachen.

Weiterhin kann in der Folge eine Salpingitis, eine Entzündung und Blockade der Eileiter, entstehen. Im ungünstigsten Fall kann das eine Eileiterschwangerschaft mitverursachen. Das ist potenziell lebensbedrohlich. Das erfordert auf jeden Fall einen operativen Eingriff.

Nicht zuletzt können auch die Vaginaldrüsen durch unbehandelte Chlamydien angegriffen werden. Dadurch wird die Befeuchtung der Vagina gestört. Daneben sind Abszesse als Folgeerscheinung der Nichtbehandlung möglich. Diese sind oft für starke Schmerzen und Fieber verantwortlich.

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Folgen bei unbehandelten Chlamydien für betroffene Männer

Auch bei Männern startet die Infektion im vorderen Bereich der Geschlechtsorgane. Eine entzündete Harnröhre mit eventuellem Ausfluss ist ein mögliches Symptom. Unbehandelt wandern die Erreger weiter in den Körper und befallen die Hoden und Nebenhoden sowie unter Umständen die Prostata und den Mastdarm.

Die Infektion der Harnröhre kann sich zu einer Urethritis fortbilden, eine schwere Entzündung. Häufiges Wasserlassen, meist verbunden mit Schmerzen sowie ein weißlicher bis grünlicher, eitriger Ausfluss sind dafür Symptome. Im weiteren Verlauf kann die Entzündung zu schweren Nierenschäden führen.

Wandern die Chlamydien weiter in Richtung Hoden, sind vor allem die Nebenhoden betroffen. Eine Entzündung der Nebenhoden (Epididymitis) lässt die Hoden anschwellen und führt zur Überwärmung und Rötung in diesem Bereich. Es können sich Abszesse bilden, die im Weiteren zur Unfruchtbarkeit führen können.

Folgen bei unbehandelten Chlamydien für beide Geschlechter

Für Männer wie Frauen gelten mögliche weitere Folgeerscheinungen bei unbehandelten Chlamydien. So wandern die Erreger auch in die unteren Extremitäten und setzen sich in den Gelenken fest. Das kann zu einer reaktiven Arthritis, einer schweren Entzündung der Gelenke, führen. Zudem ist auch der Weg zu den Augen möglich, wo die Erreger die Bindehäute angreifen.

Wie können Chlamydien behandelt werden

Aufgrund der teils schweren Folgen ist somit eine Behandlung bei einer Infektion mit Chlamydien unverzüglich angesagt. Da Chlamydien in vielen Fällen (zunächst) keine Symptome verursachen, sollte daher auf jedes Anzeichen geachtet werden. Beim ersten Verdacht oder bei einer zutage getreten Infektion des Partners sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Test auf Chlamydien ist einfach und schnell durchführbar, so kann der Arzt eine Erkrankung sicher diagnostizieren.

Die Behandlung ist ebenfalls sehr einfach und sicher. Mit entsprechenden Antibiotika kann die Erkrankung zügig bekämpft werden. Infrage kommen beispielsweise die Antibiotika Azithromycin oder Doxycyclin. Betroffene bekommen bei Azithromycin eine Einmaldosis verabreicht, die meist ausreicht. Doxycyclin wird in der Regel zweimal täglich über eine Woche eingenommen. Die genaue Behandlung legt aber der Arzt fest.

Während der Behandlung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Zudem sollte der Partner immer mitbehandelt werden. Allein schon unter der Voraussetzung, die Chlamydien nicht weiter zu verbreiten. Sollten Sie somit betroffen sein, sprechen Sie offen mit der Partnerin, dem Partner beziehungsweise den Personen, mit denen Sie intimen Kontakt hatten.

Um sicherzustellen, dass die Erkrankung auch wirklich erfolgreich behandelt wurde, sollten Sie sich zudem nach einigen Wochen erneut auf Chlamydien testen lassen. Nur so können Sie sicher sein, dass die Krankheit nicht weiter in Ihrem Körper wütet. Die schweren Folgen von unbehandelten Chlamydien sollte Sie dazu veranlassen, bei ersten Anzeichen keine falsche Scham zu haben und unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

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