Fernarzt.com Erfahrungen: Ist fernarzt.com legal und seriös?

Ablauf der Behandlung und Angebot von fernarzt.com im Detail

Zuletzt aktualisiert: Dezember, 2019

Fernarzt Online Apotheke

Kurzfassung Update: Dezember, 2019

Besonders bei Patienten, die auf der Suche nach Potenzmitteln wie Viagra oder Cialis sind, ist die Beliebtheit des 2018 gegründeten Berliner Startups fernarzt.com stark gestiegen.

Wichtig: Wir von der Impotenz Selbsthilfe haben bis jetzt noch keine praktische Erfahrung mit Fernarzt.com gemacht und arbeiten seit vielen Jahren mit 121doc zusammen. Warum es legal ist, sich online Medikamente bei z.B 121doc verschreiben lassen, erfahren Sie in unserem Artikel unter: www.impotenz-selbsthilfe.org/potenzmittel-legal-online-kaufen

Günstige Fernarzt.com Alternativen

Natürlich gibt es auch andere Online-Apotheken, die wie fernarzt.com seit Jahren Potenzmittel online legal verschreiben. In unserem Online Apotheken Ratgeber können Sie nachlesen, was einen seriösen und lizenzierten Anbieter ausmacht – hier eine Auswahl:

2 seriöse Online Apotheken für Potenzmittel

Das Geschäftsmodell von Fernarzt.com im Detail

Die Inanspruchnahme von medizinischen Dienstleistungen über das Internet wird in Deutschland von verschiedenen Stellen noch immer kritisch gesehen. Dabei steigt die Nachfrage der Patienten nach Online-Behandlungen und Versand von Medikamenten zunehmend. Viele Patienten nutzen Internetplattformen wie fernarzt.com, 121doc oder www.euroclinix.de um sich verschreibungspflichtige Medikamente online zu bestellen.

Dabei muss zwischen legalen und illegalen Angeboten unterschieden werden. Eine Online-Behandlung bei Fernarzt ist legal, der Unterschied zu einem illegalen und unseriösen Anbieter auf den ersten Blick jedoch kaum erkennbar.

Telemedizinische Leistungen: Was ist deutschen Ärzten erlaubt?

Nach der deutschen Rechtslage dürfen deutsche Ärzte nur dann Online-Behandlungen anbieten, wenn sie zuvor zumindest einmal persönlich mit einem Patienten in Kontakt getreten sind. Vor allem die Wiederverschreibung bestimmter Medikamente ist so auch für deutsche Ärzte problemlos möglich. Die Krankenkassen übernehmen in diesen Fällen dann auch die Behandlungskosten.

Allerdings ist das Angebot an telemedizinischen Dienstleistungen in Deutschland praktizierender Ärzte gering. Ein Problem dabei ist, dass eine sichere und verschlüsselte Verbindung zwischen Arzt und Patient gewährleistet sein muss. Entsprechende Software ist teuer. Somit lohnt sich die Anschaffung nur, wenn entsprechend viele Patienten einen solchen Dienst auch nutzen.

Zum anderen erheben Ärzte bei der Online-Behandlung höhere Kosten, da sie in der eigentlichen Praxis für die Zeit fehlen. Gerade der geforderte direkte Arzt-Patienten-Kontakt verhindert ein zentralisiertes Angebot. Damit sind telemedizinische Dienstleistungen schlicht zu teuer.

Sollten Sie keine Lust haben sich ein Rezept von ihrem Hausarzt ausstellen zu lassen, dann können Sie Potenzmittel bequem per Online-Rezept z. B. auf www.121doc.de beantragen: Mehr dazu unter: www.impotenz-selbsthilfe.org/potenzmittel-legal-online-kaufen

Stefan HenningsInteressengemeinschaft Impotenz Selbsthilfe

Medikamentenversand: Was dürfen deutsche Apotheken?

Eine Apotheke vor Ort darf das Medikament bei einer Rezeptpflicht nur gegen Rezept bearbeiten und herausgeben. Die Apotheke muss somit sicher sein, dass zwischen Arzt und Patient ein direkter Kontakt bestand. Dazu gehört dann auch, dass Medikamente – rezeptpflichtig wie auch nicht rezeptpflichtig – nicht verschickt werden dürfen.

Sind dann Online-Praxen wie Fernarzt.com grundsätzlich illegal?

Nun gibt es aber einige legale Angebote durch Online-Praxen. Ein Beispiel ist fernarzt.com.

Dahinter steht eine Praxis mit zugelassenen Ärzten, die in Großbritannien beheimatet ist. Das Angebot richtet sich aber auch im Speziellen an deutsche Kunden.

Dass aus Deutschland heraus diese telemedizinischen Dienstleistungen legal genutzt werden dürfen, liegt an der EU-Richtlinie zur Patientenmobilität (siehe Quellen). Darin heißt es, dass jeder EU-Bürger medizinische Dienstleistungen in einem EU-Land seiner oder ihrer Wahl suchen und in Anspruch nehmen darf.

In einigen EU-Ländern, wie beispielsweise Großbritannien und den Niederlanden, sind telemedizinische Dienstleistungen für bestimmte medizinische Bereiche erlaubt. Gerade Tabuthemen wie Geschlechtskrankheiten, Erektionsstörungen oder Verhütung, aber auch allgemein verbreitete Krankheitsbilder, bei der individuelle Behandlungen direkt am Patienten nicht zwingend erforderlich sind, werden von Online-Praxen wie fernarzt.com behandelt.

Fernarzt.com ist völlig legal

Als deutscher Patient die Leistungen von Fernarzt.com in Anspruch zu nehmen, ist somit völlig legal und dazu eine seriöse Alternative zu zwielichtigen Angeboten im Internet. Fernarzt stellt mithilfe eines Online-Fragebogens eine Diagnose und verschreibt dann das gewünschte oder zu empfehlende Medikament, natürlich nur wenn medizinisch nichts dagegen spricht. Dafür wird ein entsprechendes Rezept online ausgestellt. Das Online-Rezept wird anschließend direkt bei der angeschlossenen Versandapotheke eingelöst.

Sind Versandapotheken illegal?

Der Versand von Medikamenten, einschließlich verschreibungspflichtiger Medikamente, ist in einigen EU-Ländern legal. Auch hier sind Großbritannien und die Niederlande Vorreiter in Sachen Telemedizin. Tatsächlich werden solche Versandapotheken von deutschen Kunden bereits regelmäßig genutzt. Auch ein ausgestelltes Rezept des deutschen Hausarztes kann dort eingereicht werden und das Medikament erreicht den Kunden bequem auf dem Postweg.

Die meisten Online-Praxen kooperieren mit einer Versandapotheke oder haben selbst eine Versandapotheken-Lizenz. Für den Patienten ist da eine Trennung gar nicht so ohne weiteres auszumachen, im Grunde genommen auch nicht unbedingt wichtig: für den Patienten ist die medizinische Untersuchung & Expertise die Hauptsache.

Das Online-Rezept wird einfach direkt an die Versandapotheke weitergereicht und eingelöst. Das Medikament wird im letzten Schritt, nach der Auswahl des Medikaments, Prüfung des Fragebogens und Rezeptausstellung, an die angegebene Adresse nach Hause geschickt.

Sind telemedizinische Leistungen wie die von Fernarzt.com unsicher?

Die Kritiker der telemedizinischen Leistungen und der Versandapotheken führen oft an, dass ein persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient immer erforderlich ist. Zudem kann es so zu weniger Wechselwirkungen verschiedener Medikamente kommen, die zudem für die Patienten leichter erreichbar werden.

Für einige medizinische Probleme ist eine persönliche Untersuchung notwendig, solche Themen werden in einer seriösen Online-Praxis aber auch nicht angenommen. Vielmehr sind vor allem solche medizinischen Probleme aus der Ferne behandelbar, die tabuisiert sind, durch Bilder oder Fragebögen beurteilbar sind oder durch ein einfaches Gespräch abgeklärt werden können. Im persönlichen Kontakt sieht die Behandlung oft nicht anders aus.

Die Problematik der Wechselwirkungen kann auch außerhalb der Online-Praxen passieren, da Patienten oft neben dem Hausarzt noch Fachärzte besuchen. Hier kommt es immer auf den Patienten auch selbst an, ob über alle eingenommenen Medikamente informiert wird.

Online-Praxen wie fernarzt.com haben noch einen weiteren Vorteil. Gerade bei tabuisierten Erkrankungen wie beispielsweise Geschlechtskrankheiten oder Erektionsstörungen gehen die Betroffenen ungern zum Hausarzt und suchen nicht selten nach Alternativen im Internet.

Bei illegalen Anbietern, die im EU-Ausland sitzen, werden dann gefährliche, gefälschte oder verunreinigte Präparate geordert.

Die Online-Praxis ist da eine legale und seriöse Möglichkeit, über das Internet dann auch zugelassene Medikamente zu erhalten.

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Quellen

  • Patientenmobilität
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/patientenmobilitaetsrichtlinie.html
  • § 73 des Arzneimittelgesetzes (AMG)
    http://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__73.html