Fernarzt.com Erfahrungen: Ist Fernarzt.com legal und seriös?

fernarztDie Inanspruchnahme von medizinischen Dienstleistungen über das Internet wird in Deutschland von verschiedenen Stellen noch immer kritisch gesehen. Dabei wird die Nachfrage der Patienten nach Online-Behandlungen und Versand von Medikamenten immer größer. Viele Patienten nutzen bereits Internetplattformen, um sich Medikamente online zu bestellen.

Dabei muss zwischen legalen und illegalen Angeboten unterschieden werden. Eine Online-Behandlung bei einer Fern-Praxis ist dabei legal. Doch nicht immer können Patienten auf den ersten Blick ein illegales Angebot von einem legalen trennen.

Telemedizinische Leistungen: Was ist deutschen Ärzten erlaubt?

Nach der deutschen Rechtslage dürfen deutsche Ärzte wie nur dann Online-Behandlungen anbieten, wenn sie zuvor zumindest einmal persönlich mit einem Patienten in Kontakt getreten sind. Vor allem die Wiederverschreibung bestimmter Medikamente ist so auch für deutsche Ärzte problemlos möglich. Die Krankenkassen übernehmen in diesen Fällen dann auch die Behandlungskosten.

Allerdings ist das Angebot an telemedizinischen Dienstleistungen in Deutschland praktizierender Ärzte gering. Ein Problem dabei ist, dass eine sichere und verschlüsselte Verbindung zwischen Arzt und Patient gewährleistet sein muss. Entsprechende Software ist teuer. Somit lohnt sich die Anschaffung nur, wenn entsprechend viele Patienten einen solchen Dienst auch nutzen.

Zum anderen erheben Ärzte bei der Online-Behandlung höhere Kosten, da sie in der eigentlichen Praxis für die Zeit fehlen. Gerade der geforderte direkte Arzt-Patienten-Kontakt verhindert ein zentralisiertes Angebot. Damit sind telemedizinische Dienstleistungen schlicht zu teuer.

Stefan Hennings

Sollten Sie keine Lust haben sich ein Rezept von ihrem Hausarzt ausstellen zu lassen, dann können Sie Potenzmittel bequem per Online-Rezept z.B bei EuroClinix erwerben: Mehr dazu unter: www.euroclinix.com

Stefan Hennings(Gründer, Impotenz-Selbsthilfe.org)

Medikamentenversand: Was dürfen deutsche Apotheken?

Eine Apotheke vor Ort darf bei rezeptpflichtigen Medikamenten natürlich nur gegen Rezept das Medikament herausgeben. Die Apotheke muss somit hinreichen sicher sein, dass zwischen Arzt und Patient ein direkter Kontakt bestand. Dazu gehört dann auch, dass Medikamente – rezeptpflichtig wie auch nicht rezeptpflichtig – nicht versandt werden dürfen.

Sind dann Online-Praxen wie Fernarzt.com grundsätzlich illegal?

Nun gibt es aber einige legale Angebote durch Online-Praxen. Ein Beispiel ist Fernarzt.com. Dahinter steht eine Praxis mit zugelassenen Ärzten, die in Großbritannien beheimatet ist. Das Angebot richtet sich aber auch im Speziellen an deutsche Kunden. Dass aus Deutschland heraus diese telemedizinischen Dienstleistungen legal genutzt werden dürfen, liegt an der EU-Richtlinie zur Patientenmobilität. Darin heißt es, dass jeder EU-Bürger medizinische Dienstleistungen in einem EU-Land seiner oder ihrer Wahl suchen und in Anspruch nehmen darf.

In einigen EU-Ländern, wie beispielsweise Großbritannien und den Niederlanden, sind telemedizinische Dienstleistungen für bestimmte medizinische Bereiche erlaubt. Gerade Tabuthemen wie Geschlechtskrankheiten, Erektionsstörungen oder Verhütung, aber auch allgemein verbreitete Krankheitsbilder, bei der individuelle Behandlungen direkt am Patienten nicht zwingend erforderlich sind, werden von Online-Praxen wie Fernarzt.com behandelt.

Fernarzt.com ist völlig legal

Als deutscher Patient die Leistungen von Fernarzt.com in Anspruch zu nehmen, ist somit völlig legal und dazu eine seriöse Alternative zu zwielichtigen Angeboten im Internet. Fernarzt stellt mithilfe eines Online-Fragebogens eine Diagnose und verschreibt dann das gewünschte oder zu empfehlende Medikament, wenn medizinisch nichts dagegen spricht. Dafür wird dann ein entsprechendes Online-Rezept ausgestellt. Das Online-Rezept wird dann direkt bei der angeschlossenen Versandapotheke eingelöst.

Sind Versandapotheken illegal?

Da die Online-Praxen, sofern in der EU im entsprechenden Land zugelassen (Beispiel Fernarzt), bereits legal Behandlungen über das Internet anbieten dürfen, gilt das analog auch für Versandapotheken. Der Versand von Medikamenten, einschließlich verschreibungspflichtiger Medikamente, ist in einigen EU-Ländern legal. Auch hier sind Großbritannien und die Niederlande Beispiele. Tatsächlich werden solche Versandapotheken von deutschen Kunden bereits regelmäßig genutzt. Auch ein ausgestelltes Rezept des deutschen Hausarztes kann dort eingereicht werden und das Medikament erreicht den Kunden bequem auf dem Postweg.

Die meisten Online-Praxen nutzen direkt eine Versandapotheke mit. Für den Patienten ist da eine Trennung gar nicht so ohne weiteres auszumachen. Das ist aber auch ein völlig legales Vorgehen. Das Online-Rezept wird hier einfach direkt an die Versandapotheke weitergereicht und kann mit einem Klick eingelöst werden. Das Medikament wird dann einfach an die angegebene Adresse nach Hause geschickt.

Sind telemedizinische Leistungen wie die von Fernarzt.com unsicherer?

Die Kritiker der telemedizinischen Leistungen und der Versandapotheken führen oft an, dass ein persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient immer erforderlich ist. Zudem kann es so zu weniger Wechselwirkungen verschiedener Medikamente kommen, die zudem für die Patienten leichter erreichbar werden.

Für einige medizinische Probleme ist eine persönliche Untersuchung notwendig, solche Themen werden in einer seriösen Online-Praxis aber auch nicht angenommen. Vielmehr sind vor allem solche medizinischen Probleme aus der Ferne behandelbar, die tabuisiert sind, durch Bilder oder Fragebögen beurteilbar sind oder durch ein einfaches Gespräch abgeklärt werden können. Im persönlichen Kontakt sieht die Behandlung oft nicht anders aus.

Die Problematik der Wechselwirkungen kann auch außerhalb der Online-Praxen passieren, da Patienten oft neben dem Hausarzt noch Fachärzte besuchen. Hier kommt es immer auf den Patienten auch selbst an, ob über alle eingenommenen Medikamente informiert wird.

Online-Praxen wie Fernarzt.com haben noch einen weiteren Vorteil. Gerade bei tabuisierten Erkrankungen wie beispielsweise Geschlechtskrankheiten oder Erektionsstörungen gehen die Betroffenen ungern zum Hausarzt und suchen nicht selten nach Alternativen im Internet. Bei illegalen Anbietern, die im EU-Ausland sitzen, werden dann gefährliche Präparate geordert. Die Online-Praxis ist da eine legale und seriöse Möglichkeit, über das Internet dann auch zugelassene Medikamente zu erhalten.

5 (100%) 2 votes