Warnung! Feigwarzen bei Frauen

Was bei einer Feigwarzen Behandlung beachtet werden sollte

November 2018

feigwarzen

In der Reihe der sexuell übertragbaren Krankheiten sind Feigwarzen (Genitalwarzen) – medizinisch Condylomata Acuminata – eine oft unterschätzte Erkrankung. Ausgelöst wird sie durch den humanen Papillomavirus (HPV), den es in diversen Subtypen gibt. Durch die Infektion mit HPV entstehen Hautveränderungen im Genitalbereich, die an Warzen erinnern. Häufig bleiben Feigwarzen für längere Zeit unbemerkt und werden so durch ungeschützten Geschlechtsverkehr weiterverbreitet. Wie Sie Feigwarzen erkennen und was Sie dagegen tun können, wird nachfolgend erklärt.

Stefan Hennings

Aldara (Imiquimod) ist eine Creme gegen Genitalwarzen, die das Immunsystem stabilisiert, sodass der Körper die Warzen eigenständig bekämpfen kann.Mehr dazu unter: www.impotenz-selbsthilfe.org/info/aldara

Stefan Hennings(Gründer, Impotenz-Selbsthilfe.org)

Wo können Feigwarzen entstehen?

Feigwarzen können sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten. Bei Männern verbreiten sich Feigwarzen in erster Linie im Bereich der Vorhaut und Penisspitze sowie des Hodensacks. Feigwarzen bei Frauen verbreiten sich hingegen im ganzen Genital- und Analbereich. Vorwiegend sind der Bereich der Scheide und der Gebärmutterhals betroffen. Feigwarzen und gewöhnliche Hautwarzen werden beide durch HPV ausgelöst. Bei Feigwarzen sind aber andere Subtypen des Virus vorherrschend. Die Subtypen HPV-6 und HPV-11 sind dabei am verbreitetsten.

Wie sehen Feigwarzen aus?

Feigwarzen sind Veränderungen der obersten Hautschicht, die oft mit Rötungen einhergehen. Aussehen und Form sind aber durchaus unterschiedlich – für einen Laien sind sie daher schwer zu erkennen und bleiben oft längere Zeit unbemerkt, da diese Stellen meist nicht schmerzhaft sind. In den meisten Fällen äußern sich Feigwarzen als rote bis gräuliche Hautveränderung, an der ein baumartiger Aufbau besteht. Das hahnenkammartige Anhängsel rundet das Bild ab.

Für einen Arzt sind Feigwarzen schnell zu identifizieren. Mit geschultem Blick sollte der Haus- oder Facharzt zweifelsfrei Feigwarzen erkennen können. Bestehen doch Zweifel, kann auf HPV getestet werden. Die Virus-DNA kann im Labor nach Entnahme aus der betreffenden Stelle nachgewiesen werden. Dann wäre die Diagnose eindeutig.

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Wie läuft die Ansteckung?

Feigwarzen sind eine sexuell übertragbare Krankheit. Sie können somit Feigwarzen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginal, anal, oral) bekommen. Gerade zu Beginn der sexuellen Aktivität findet vermehrt eine Verbreitung von Feigwarzen statt. Der Hautkontakt ist für die Übertragung meist ausreichend. Zudem kann auch eine indirekte Übertragung des Virus erfolgen, beispielsweise durch kontaminierte Gegenstände und Fußböden.

Öffentliche Orte wie beispielsweise Schwimmbäder können eine Übertragungsstätte sein. Während der natürlichen Geburt können Feigwarzen von der Mutter an das Kind übertragen werden.

Erhöhen Feigwarzen das Krebsrisiko?

Vor wenigen Jahren wurde eine Impfung gegen bestimmte Typen des Gebärmutterhalskrebs entwickelt. Die Impfung ist tatsächlich gegen HPV beziehungsweise deren Subtypen. Die Subtypen HPV-16 und HPV-18 können zur Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs – die zweithäufigste Art bösartiger Tumore bei der Frau – maßgeblich beitragen. Feigwarzen werden aber durch die Subtypen HPV-6 und HPV-11 verursacht – diese erhöhen das Krebsrisiko nur sehr gering.

Welchen Schutz gibt es vor Feigwarzen?

Der erste Schutz vor Feigwarzen sind natürlich die Maßnahmen, die auch sonst gegen sexuell übertragbare Krankheiten helfen. Geschützter Geschlechtsverkehr und auch sonstige Vorsichtsmaßnahmen an Orten, an denen Viren per Hautkontakt übertragen werden können.

Die schon angesprochene HPV-Impfung schützt auch vor Feigwarzen. Hier wird nicht nur gegen die riskanten Subtypen HPV-16 und HPV-18 geimpft, sondern der Impfstoff bekämpft auch die für Feigwarzen verantwortlichen Subtypen HPV-6 und HPV-11. In Deutschland ist eine Impfung seit dem Jahr 2006 möglich. Für junge Frauen ist diese kostenlos – die Krankenkassen übernehmen die entstehenden Kosten.

Die Impfung verhindert in 70 Prozent der Fälle eine Krebserkrankung durch die riskanten HPV-Subtypen und in etwa 90 Prozent der Fälle eine Ansteckung mit Feigwarzen. Wichtig hierbei: Die Impfung ist eine Schutzmaßnahme, keine Behandlungsmethode. Wenn Sie bereits unter Feigwarzen leiden, dann gehen diese durch die Impfung nicht zurück.

Der Schutz vor Feigwarzen durch die Impfung ist allerdings nur dann gegeben, wenn als Impfstoff Gardasil verwendet wird. Gardasil schützt vor mehreren Subtypen, das neue Gardasil 9 schützt vor insgesamt neun gefährlichen und begünstigenden Subtypen des HPV. Darunter sind auch die Subtypen, die für Feigwarzen verantwortlich sind. Alternativ gibt es noch den Wirkstoff Cervarix. Dieser schützt nur vor den riskanten Subtypen.

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission soll die Impfung bei allen Mädchen zwischen neun und 17 Jahren vor der ersten sexuellen Aktivität durchgeführt werden. Für die Impfung sind zwei bis drei Einzelimpfungen in einem Zeitraum von sechs Monaten notwendig. Die Immunität ist für mindestens sieben Jahre gegeben, Nebenwirkungen sind bislang unbekannt.

Daneben ist als Vorsorgemaßnahme natürlich die regelmäßige gynäkologische Untersuchung wichtig. Ihr Gynäkologe wird eine Erkrankung gegebenenfalls schnell feststellen und so kann rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet werden. Feigwarzen sind gut behandelbar. Für die Behandlung stehen Salben zu Verfügung, beispielsweise Wartec und Aldara. Mit den Salben können Sie die betroffenen Stellen selbst behandeln. Die Salben sind verschreibungspflichtig.

Stefan Hennings

Aldara (Imiquimod) ist eine Creme gegen Genitalwarzen, die das Immunsystem stabilisiert, sodass der Körper die Warzen eigenständig bekämpfen kann.Mehr dazu unter: www.impotenz-selbsthilfe.org/info/aldara

Stefan Hennings(Gründer, Impotenz-Selbsthilfe.org)

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