Sind Potenzmittel nach einem Schlaganfall gefährlich?

Ein Schlaganfall zieht weite Kreise und nicht zuletzt das Sexualleben ist von den Auswirkungen betroffen. Eine Apoplexie – wie der Schlaganfall in der medizinischen Fachsprache genannt wird – kann unter anderem zu Lähmungserscheinungen, Inkontinenz und einer Störung der Sinnesreize führen. Diese Symptome machen es für den Betroffenen nicht einfach, Sex zu haben und auf die neue Situation müssen Mann und Frau sich erst einstellen. Eventuell kommt es auch zu einer Erektionsstörung beim Mann, die zwar relativ einfach mit Mitteln wie Viagra und Co. behoben werden könnte, jedoch ist damit nach einem Schlaganfall Vorsicht geboten.

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Potenzprobleme nach einem Schlaganfall

Medikamente, wie PDE5-Hemmer, die zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion eingesetzt werden, können bei Schlaganfallpatienten nur unter bestimmten Voraussetzungen eingenommen werden.

Ihre Apoplexie muss zwingend mehr als sechs Monate zurückliegen, damit Sie gefäßerweiternde Substanzen wie den Wirkstoff Sildenafil einnehmen dürfen. Die Wirkung in Zusammenhang mit dem anstrengenden körperlichen Akt ist kontraproduktiv und kann schlimmstenfalls zu einem weiteren Schlaganfall führen.

Die Verlockung ist natürlich groß, eine kleine Pille und schon ist – zumindest beim Sex – alles wie vor dem Schlaganfall. Männer, und natürlich auch die jeweiligen Partner/innen, können für eine kurze Zeit vergessen, was ihnen Schlimmes widerfahren ist. Neben der Gefahr der Überanstrengung gibt es aber noch ein ganz anderes Problem.

Vorsicht

Keine Experimente mit Potenzmittlen nach einem Schlaganfall!

Potenzmittel nach einem Schlaganfall? Keine Experimente!

Nämlich dass es nicht sicher ist, ob die Potenzmittel überhaupt wirken. Sind bestimmte Regionen im Gehirn vom dem Schlaganfall betroffen, so bringen auch Viagra und Co. keine Erektion. Hier kann ein Neurologe weiterhelfen, der feststellen kann, ob und wie bestimmte Hirnregionen stimuliert werden können, damit eine Erektion entstehen kann (siehe auch: wie funktioniert eine Erektion).

In jedem Fall darf – und das ist unabhängig davon, ob ein Schlaganfall vorlag oder nicht – die Einnahme eines Potenzmittels nur unter Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Vorsicht vor Selbstmedikation mit Potenzmitteln nach einem Schlaganfall

Von Selbstmedikation ist abzusehen, egal um welches Medikament es sich dabei handelt. Eine Erektionsstörung kann ein Anzeichen einer Gefäßerkrankung sein, die nicht zuletzt zu einem Schlaganfall führen kann (siehe auch: Frühwarnsystem Penis). Also egal ob bereits die Vorgeschichte eines Schlaganfalls besteht oder nicht, darf nicht einfach experimentiert werden.

Gibt der Arzt sein Okay für die Einnahme, dann sollten Sie nicht mit der Dosierung experimentieren. Erhöhen Sie die Tagesdosis, so erhöhen Sie gleichzeitig auch das Risiko eventueller Nebenwirkungen.

Ebenfalls abzusehen ist von günstigeren Präparaten aus dem Ausland. Das Geschäft mit den “Plagiaten” boomt, werden sie doch zu einem Bruchteil des Preises angeboten, der in deutschen Apotheken dafür verlangt wird. Es handelt sich dabei aber nicht um die “echten” Potenzmittel, sondern lediglich um nachgemachte Präparate, die, im schlimmsten Fall, noch nicht einmal den für die Erektion notwendigen Wirkstoff enthalten. Näheres dazu haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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Fazit: Ein Arzt muss grünes Licht geben

Zusammenfassend sollten Sie also die Hände von den potenzsteigernden Mitteln lassen, wenn Sie vor weniger als sechs Monaten einen Schlaganfall erlitten haben. Von Selbstmedikation ist ebenso abzuraten wie von günstigen Tabletten aus dem Ausland.

Und zu guter Letzt dürfen Sie nicht vergessen, dass der Wirkstoff Sildenafil zwar eine Erektion bewirkt, aber keinesfalls luststeigernd wirkt.

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