Keinen hoch bekommen?! Das sollten Sie wissen!

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Sie haben es vielleicht so oder so ähnlich bereits erlebt. Aus einer Bekanntschaft wird langsam mehr, nach dem dritten Date deutet sich an: Heute passiert es. Aus dem Küssen wird ein Vorspiel, beide merken, wie sehr sie Lust aufeinander haben. Sie merken das nur zu deutlich, die Erektion drängt nach draußen. Doch als der Sex wirklich starten soll, ist die Erektion plötzlich weg. Egal, was Sie – oder Ihre Bekanntschaft – versucht, die Erektion bleibt verschwunden und Sie bekommen keinen hoch. Diesem Problem kann Mann sich stellen – und besiegen.

Keinen hoch bekommen? Das Problem steckt häufig im Kopf

Erektionsprobleme sind nicht immer eine Alterserscheinung. Tatsächlich passiert auch jungen, gesunden Männern es immer wieder, dass sie keine Erektion bekommen oder eine Erektion nicht halten können. Tatsächlich ist die Erektion ein komplexer Prozess, bei dem sowohl körperliche als auch mentale Faktoren eine wichtige Rolle einnehmen. Ist mindestens eines von beiden aus dem Gleichgewicht, sind Erektionsprobleme die Folge.

Eine wesentliche mentale Ursache für Erektionsprobleme ist der Leistungsdruck, den sich viele Männer vor allem selbst stellen. Gerade wenn Mann eine neue Frau kennenlernt, will er sie von all seinen Fähigkeiten überzeugen. Das gilt auch im Bett. Somit setzen sich viel Männer selbst unter Druck, als guter Liebhaber wahrgenommen zu werden, die Frau zum Orgasmus bringen zu müssen und selbst lange genug dafür durchzuhalten. Gerade beim ersten Sex werden oft übersteigerte Erwartungen aufgebaut und der ganzen Sache eine Wichtigkeit beigemessen, die nicht selten unangebracht ist.

Der, meist selbst gestellte, Leistungsdruck macht Sie nur nervös. Oft gesellt sich dann noch eine Versagensangst hinzu, die umso drastischer wird, je mehr auch aus anderen Bereichen ein gefühltes Versagen schon wahrgenommen oder erfahren wurde. Das zusammen setzt Sie dann unter enormen psychischen Stress, worauf Ihr Körper mit der Ausschüttung von Stresshormonen reagiert. Das wiederum führt dazu, dass eine Erektion wieder schwindet oder gar nicht erst entsteht. Evolutionsbedingt sagt Ihr Körper bei einem zu hohen Level an Stresshormonen, dass er sich fluchtbereit machen muss. Eine Erektion wäre da nur im weg, also stoppt Ihr Körper diese. Auch Aufregung kann im Übrigen eine Form psychischen Stress sein.

Erste Schritte gegen die psychischen Ursachen von Erektionsproblemen

Leistungsdruck, Versagensangst und Aufregung sind Stressfaktoren, bei denen Sie vielleicht den Eindruck haben, nicht viel dagegen ausrichten zu können. Schließlich läuft ein guter Teil des Stressgefühls unbewusst ab und gegen die Folge – die Erektionsprobleme – lässt sich dann nicht mehr viel ausrichten. Das ist jedoch so nicht ganz richtig. Tatsächlich können Sie gegen stressbedingte Erektionsprobleme vorgehen.

Entspannung und Gelassenheit sind hier die Zauberwörter. So einfach zu erreichen, ist das leider nicht. Dennoch können Sie versuchen, mit einfachen Schritten den psychischen Stress beim Sex einzuschränken und irgendwann loszuwerden. Der erste Schritt in die Richtung ist die Akzeptanz. Nicht immer spielt der eigene Körper so mit, wie Sie es gerne hätten. Das ist ganz normal und Sie sind sicherlich auch nicht der Einzige, dem es so ergeht. Lernen Sie das zu erkennen und zu akzeptieren.

Auch mal keine Erektion zu bekommen, ist völlig normal. Das passiert jedem Mann. Wenn sich keine Erektion einstellen will, dann lässt sich das auch nicht erzwingen. Passiert Ihnen das in einer Situation mal, schließen Sie auch direkt damit ab. Für den Tag soll es mit dem Sex dann einfach nicht sein. Umso stärker diese Akzeptanz wächst, desto schneller wird die Erektion wieder ein ganz natürlicher Bestandteil in Ihrem Leben.

Versuchen Sie konkreter eine Abwärtsspirale aus negativen Gedanken zu vermeiden. Schließen Sie die Sorgen und Ängste kategorisch aus. Betroffene Männer neigen allzu oft dazu, in ihren Gedanken das Problem zu verstärken und immer weiter zu verstärken, was letztlich nur dazu führt, dass die Erektionsprobleme dauerhaft bestehen bleiben. Es wird dann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Der Stress führt dann zu nur noch mehr Stress und verhindert regelmäßig die Erektion.

Ausbrechen aus der Negativspirale und Erektionsprobleme aktiv bekämpfen

Aus dieser Spirale auszubrechen, ist nicht immer ganz einfach. Aber auch alles andere als unmöglich. Entspannung und der offene Umgang mit Ihrer Situation sind dabei wichtig. Das gilt auch und gerade gegenüber der Partnerin, selbst wenn diese neu in Ihre Leben getreten ist. Die meisten Partnerinnen reagieren verständnisvoll und geduldig, wenn sich trotz sexuellem Reiz bei Ihnen keine Erektion aufbaut. Dafür müssen Sie natürlich offen mit Ihrer Partnerin darüber sprechen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, wie es unsere heutige Gesellschaft noch immer so gerne darstellt, sondern eines der Stärke. Reden Sie mit Ihrer Partnerin, Sie werden überrascht sein. Es nimmt viel von Ihrem Erwartungsdruck und Ihre Partnerin wird Sie bei der Beseitigung der Probleme unterstützen.

Das kann in der weiteren Folge dann ganz unterschiedlich aussehen. Beispielsweise sollten Sie grundsätzlich in kleinen Schritten denken, wenn es um Zärtlichkeiten und Sex geht. Ein wenig miteinander „rumzumachen“ ohne das Ziel des Geschlechtsverkehrs – also ohne das Ziel einer Erektion – hat für beide Partner sehr viel für sich. Wenn Sie dann eine Erektion haben und beide den Sex wollen, prima, wenn nicht, ist das auch nicht weiter schlimm.

Konkretere Absprachen mit der Partnerin können ebenfalls weiterhelfen. Beispielsweise ein Sexverbot für eine bestimmte Zeit. Das kann, sollte auch, in abgestufter Form passieren. Soll heißen, dass der Austausch von Zärtlichkeiten durchaus erlaubt bleiben sollte. Wenn es Ihnen oder Ihrer Partnerin wichtig ist, dass sie in der Zeit mehr davon haben soll, können Sie Ihre Partnerin auch ohne Penetration zu einem Orgasmus bringen. Übrigens können auch Sie ganz ohne Erektion zu einem Orgasmus kommen.

Solche Absprachen nehmen Leistungsdruck und Versagensangst von Ihnen. Irgendwann werden sich die Erektionen wieder einstellen. Brechen Sie aber nicht gleich mit der ersten Erektion die Absprache, sondern bleiben Sie dabei. Im Idealfall wird es immer natürlicher, beim „Rummachen“ wieder eine Erektion zu haben. Dann, wenn es wieder an den Sex geht, bleibt dieses natürliche Gefühl der Erektion und der Stress ist nicht mehr da.

Keinen hoch bekommen? Muss nicht sein: Psychischer Stress ist ein Erektionskiller

Psychisch bedingte Erektionsprobleme sind absolut nichts Ungewöhnliches. Sollten Sie einmal davon betroffen sein, können Sie mit Offenheit und dem bewussten Umgang mit dem Problem die ursächlichen Stressfaktoren bekämpfen und Ihre Erektionsfähigkeit wieder zurückerlangen. Das ist nicht nur wichtig für die Erektionsfähigkeit selbst, sondern auch für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr – für beide Seiten.

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