Wundersohlen sollen der Renner im Netz sein – Wir haben Sie für euch getestet

Zuletzt aktualisiert: December, 2018

wundersohle

Im Internet liest man derzeit viel über „Wundersohlen“, die Kopfschmerzen lindern und Rückenschmerzen heilen sollen. Aber wo im Internet „Wunder“ draufsteht, muss noch lange nicht „Wunder“ drin sein. Die Versprechen der „Wundersohlen“ klingen eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Der Selbsttest muss also her, um herauszufinden, ob die Werbung in diesem Fall mal wieder übertreibt oder die Schuheinlagen tatsächlich ihrem Namen gerecht werden.

Die „Wundersohlen“, so viel konnte ich im Netz über das nicht sehr bescheiden auftretende Produkt erfahren, setzen auf die Ganzheitlichkeit des Körpers. Das bedeutet im Prinzip nicht mehr, als dass Probleme in der einen Körperregion auch ursächlich für Schmerzen in einem ganz anderen Teil des Körpers sein können. Heutzutage hat dieser Ansatz sein früheres Schamanen-Image verloren: Die meisten Mediziner – nicht nur Heilpraktiker – vertreten in Deutschland eine solche Auffassung. Das Wirkungsprinzip machen sich die „Wundersohlen“ zugute.

Die Schuheinlagen besitzen eine Vielzahl an Noppen, die den Fuß von der Unterseite an bestimmten Punkten stimuliert und somit massiert. Diese Massage entspannt die Fußmuskulatur, was wiederum dazu führt, dass Entspannungssignale durch unseren Körper gesendet werden und die Rückenmuskulatur gelockert und Kopfschmerzen gelöst werden – das sagt zumindest die „Wundersohlen“-Werbung. Aber kann man der Glauben schenken?

Der Preis der Wundersohlen ist … nicht ganz so heiß

Als ich die „Wundersohlen“ bestelle, muss ich erst einmal schlucken: 17,99 Euro für ein einziges Paar der Einlagen sind ein stolzer Preis; es handelt sich eben nur um Einlagen (hier könnt ihr sie bestellen: www.wundersohle.de). Immerhin ist der Bestellvorgang einfach. Der Hersteller weist auf seiner Seite darauf hin, dass auf Amazon häufig gefälschte Sohlen im Umlauf sind, eine Bestellung über den Hersteller deswegen sinnvoller sei. Sinnvoll hin oder her – die Wartezeit ist mit bis zu fünf Werktagen schon am oberen Limit meiner durch Amazon Prime manipulierten Erwartungshaltung bei Paketsendungen. Immerhin kann ich so sicher sein, tatsächlich das Original zu testen.

Als meine Wundersohlen schließlich eintreffen, probiere ich sie auch direkt aus. Das gebieten die 17,99 Euro und ebenso mein vom Büroalltag ramponierter Rücken. Mein erstes Gefühl: Die Einlagen an sich sind erstaunlich bequem. Zumindest bequemer als gewöhnliche. Der Fuß gleitet in den Schuh wie in ein Becken aus Silikon, wenn man es poetisch anhauchen möchte. Auch das Laufen klappt problemlos mit den Einlagen. Sie machen zudem einen stabilen Eindruck von außen, weisen keine offensichtlichen Verarbeitungsfehler auf. Scheinbar gute Qualität also. Aber was ist mit der medizinischen Wirkung?

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Wundersohle – „Wunder“ mit Anlauf

Dass man bereits nach den ersten Minuten einen spürbaren Rückgang der Rückenschmerzen spüren kann, wie es einem die Werbung weismachen will, ist definitiv übertrieben. Die Stunde Gassigehen mit dem Hund ist genauso schmerzhaft wie sonst auch. Der Rücken zwickt bei jedem kleinsten Ziehen meines vierbeinigen Begleiters. Aber so schnell will ich die Flinte nicht ins Korn werfen.

Für meinen Test habe ich mir vorgenommen, die „Wundersohlen“ über einen Monat hinweg jeden Tag zu tragen. Und zwar in gewöhnlichen Schuh-Trage-Einheiten sozusagen. Sprich unterwegs, bei der Arbeit und etwa im Garten; in der Wohnung jedoch nicht. Was mir dann tatsächlich nach zwei Tagen auffällt, ist, dass meine Füße selbst weniger schmerzen, wenn ich lange auf den Beinen bin. Muss wohl am Silikon-Feeling liegen.

Zwei weitere Tage der Nutzung und ich spüre tatsächlich eine leichte Verbesserung in meinem Rücken. Irgendwie kann ich mir schon vorstellen, dass das auch mit der Entspannung meiner Füße zu tun hat. Nach einer Woche sind die Schmerzen in meinem Rücken tatsächlich merklich zurückgegangen, was mich einigermaßen überrascht hat.

Es fühlt sich alles viel gelöster an. Da ich ein skeptischer Mensch bin, habe ich in Erwägung gezogen, vielleicht einfach nur einem Placebo-Effekt zu unterliegen, aber von einer derart ausdauernden Scheinheilung haben weder ich noch das Internet bisher gehört. Am Ende des Monats ist mir mittels einer sehr hilfreichen Strichliste auch aufgefallen, dass ich abends nach der Arbeit nur noch viermal statt wie im Vormonat elfmal Kopfschmerzen hatte.

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Wundersohlen – FAZIT

Wundersohlen

Übertreibt die Werbung für die „Wundersohlen“? Eindeutig. Aber das ist wohl einfach das, was Werbung tut. Was mich wirklich überrascht hat an den „Wundersohlen“, ist ihre mittelfristig eintretende, aber dafür solide und überzeugende Heilwirkung. Das Prinzip der medizinischen Ganzheitlichkeit des Körpers ist gerade in Mode und diese Einlagen machen sich das Prinzip perfekt zunutze. Dafür ist es nicht einmal notwendig, jede freie Sekunde in Schuhen zu verbringen: Es reicht, die Schuhe dann zu tragen, wenn man sie braucht.

Preislich sind die „Wundersohlen“ natürlich ein Luxusprodukt in der Schuheinlagen-Industrie, aber gemessen an ihrem medizinischen Verdienst, ist der finanzielle Einsatz in meinen Augen auf jeden Fall erwägenswert. Insbesondere, wenn man schon lange rückenschmerzgeplagt ist und nach alternativen Heilmethoden sucht. Und wie gesagt: Bequem sind die Sohlen allemal.

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