Euphoric Feet Einlegesohlen kaufen? Das müssen Sie wissen! 

Zuletzt aktualisiert: November, 2018

Euphoric+Feet

Ist man dieser Tage im Internet unterwegs, begegnet einem immer häufiger die Werbung für Euphoric Feet: Schuheinlagen, die angeblich Kopf- und Rückenschmerzen lindern. Nachdem die Wundereinlagen sogar in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt und dort für einen hohen Preis gehandelt wurden, sind viele Leser mit der Frage auf uns zugekommen: Kann das wirklich funktionieren?  Als Beweis für die hervorragende Qualität des Produkts wird in den Anzeigen häufig die Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ herangezogen, in der die Einlagen vorgestellt worden seien. Ein kurzer Blick ins Netz und ins Archiv der Show zeigt aber: Alles Fake! Kann man einem solchen Produkt mit derart vollmundigen Versprechungen dann überhaupt trauen?


Hier gehts zur offiziellen Website des Herstellers


So funktionieren die Euphoric Feet Einlegesohlen

Das einzige, was diese Frage wohl wirklich beantworten kann, ist der Selbsttest. Euphoric Feet, so viel sichere Informationen konnte ich bekommen, funktioniert mittels einer Stimulation der Füße. Die Sohlen besitzen eine Vielzahl an Noppen, die nach Angaben des Herstellers bestimmte Punkte an der Fußunterseite massieren und dadurch die Muskulatur im gesamten Körper lockern sollen. Tatsächlich ist diese Prozedur bekannt – aus der traditionellen chinesischen Medizin, wie meine Recherche ergab. Dass die Fußmuskulatur durch Massage gelockert werden kann, ist auch glaubwürdig. Aber dass dadurch Rücken- und sogar Kopfschmerzen den Rückzug antreten, klingt fast zu schön, um wahr zu sein.  

Euphoric Feet Einlegesohlen zu Bestellung ist einfach – aber langwierig

Die Bestellung – sicherheitshalber direkt auf der Seite des Herstellers getätigt – ist unkompliziert. 29,99 Euro sind für ein Paar Schuhsohlen allerdings ein mächtiger Preis. Für den dann auch erst mal nur eins passiert: Warten. Auf Anfrage teilt der Anbieter mit, der Grund für die lange Lieferzeit sei, dass bei einer Bestellung gegenwärtig bis zu drei Tage verstreichen würden, bevor überhaupt wieder ein Paar auf Lager ist. An Nachfrage mangelt es wohl nicht. So vergehen sechs Werktage, bevor meine Sohlen den Weg zu mir finden. 

Dann immerhin sind die Wundereinlagen da. Und werden von mir erst mal auf Herz und Nieren geprüft. Die Noppen, die für die Massage zuständig sein sollen, sind tatsächlich gut sichtbar auf der Sohle verteilt. Ob sie gut verarbeitet sind, ist schwer zu beantworten, bei mit Noppen besetzten Schuheinlagen fehlt mir ehrlich gesagt der Vergleich. Immerhin machen sie einen stabilen Eindruck, als ich einen Stresstest simuliere und die Sohlen zwischen meinen Händen mahle.  

In den Schuhen finden sie einigermaßen Platz. Von Passgenauigkeit zu sprechen, wäre vielleicht übertrieben, aber da meine Füße leicht unterschiedlich groß sind, ist das auch kaum zu schaffen. Das erste Tragegefühl ist nicht unangenehm, ein bisschen so, als hätte man Silikon in die kleinen Räume zwischen Fußunterseite und Schuhsohle gefüllt. Laufen lässt sich damit auch gut, der Schuh federt  mehr als vorher. Eine nette Einlage also, aber was ist mit der medizinischen Wirkung?  


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Der Schlüssel ist Geduld

Dass man schon in den ersten Minuten eine schmerzlindernde Wirkung im Rücken vernimmt, wie die Werbung anpreist, kann ich nicht wirklich bestätigen. Zugegebenermaßen bringen mich meine typischen Büroalltag-Rückenschmerzen nun auch nicht gerade um, aber spürbar sind sie schon, und dieses Spürbare verändert sich zunächst eigentlich überhaupt nicht. 

Für meinen Test habe ich mir vorgenommen, die Euphoric Feet Einlegesohlen einen Monat lang zu testen, in dem ich sie einfach dauerhaft in meine Schuhe lege und sie so meinen Alltag begleiten. Nach drei Tagen Anwendung fällt mir auf, dass meine Füße wesentlich beweglicher sind als zuvor. Ich neige seit jeher dazu, bei ungewöhnlichen Fußpositionen sofort von Krämpfen heimgesucht zu werden. Das war erstaunlicherweise plötzlich verschwunden. Aber wahrscheinlich kein Wunder, wenn man seine Treter den halben Tag in dieses Silikonbad taucht.  

Doch meine Rückenschmerzen blieben weiterhin. Auch gelegentliche Kopfschmerzen konnte ich nach einer Woche noch nicht abschütteln. Meine Skepsis diesbezüglich war auch riesig: Mit Ganzheitlichkeit des Körpers und dem „Alles-ist-mit-allem-verbunden“-Mantra vieler Heilpraktiker konnte ich bisher nicht viel anfangen.  

Diese Skepsis geriet erst ins Wanken, als ich an einem Tag in der dritten Testwoche einen riesigen Stapel Berichte in die Redaktion schleppen musste. Drei schwere Ordner in den Händen, zwei weitere in meiner Umhängetasche wäre das der Moment gewesen, in dem mein Rücken mir gesagt hätte: Das ist zu viel.

Doch die Schmerzen, die ich schon fest einkalkuliert hatte, blieben aus. Zu meiner Verwunderung verschonten sie mich auch in den Folgetagen. Und in der vierten Woche schließlich bemerkte ich, dass auch meine Kopfschmerzen gar nicht oder kaum mehr auftraten.  

Euphoric Feet Fazit

euphoric-feet

Klar, die stürmische Werbung, mit der Euphoric Feet seine Kampagne fährt, ist übertrieben. In Minuten oder gar Stunden lässt sich etwas derart Vertracktes wie Rückenschmerzen sicher nicht lösen. 29,99 Euro sind für Schuhsohlen obendrein ein hoher Preis. Auch der „Höhle der Löwen“-Schwindel ist unnötig. So viel Falsches braucht ein Produkt eigentlich nicht, das so vieles richtig macht. Meine Fußmuskulatur allerdings war nach ein paar Tagen gelockert, das Tragen der Sohlen ist angenehm und wirklich, wirklich: Wenn man dem Ganzen Zeit gibt, bessern sich sogar Kopf- und Rückenschmerzen. Die alten Chinesen wussten halt, wie man’s macht!


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