Wie ansteckend ist eine Chlamydieninfektion?

Chlamydien zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland. Unbehandelt kann eine Infektion mit Chlamydien schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen, beispielsweise Unfruchtbarkeit (bei Männern und Frauen) und Erblindung. Dabei zeigt die Krankheit oft kaum oder keine Symptome bis zu den schweren Folgeerscheinungen. Eine Infektion mit Chlamydien ist dabei leicht zu diagnostizieren und zu behandeln.

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Was sind Chlamydien?

Chlamydien werden von Bakterien der Gruppe Chlamydia trachomatis verursacht. Diese sind sogenannte gramnegative Bakterien. Sie benötigen für die Vermehrung eine Zelle des menschlichen Körpers, die sie dabei zerstören, und können sich nicht eigenständig teilen.

Der übliche Ansteckungsweg findet über den sexuellen Kontakt statt. Die Bakterien dringen dabei in die Schleimhäute des Genitalbereichs ein. Durch die Einlagerung in den Schleimhäuten kommen auch andere Wege infrage, wie die Bakterien in den Körper gelangen können. Der Weg über das Rektum, den Rachen oder auch die Augen sind ebenfalls möglich. Die Übertragung per Geschlechtsverkehr ist aber der übliche Weg.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich betroffen bin?

Nach Schätzungen sind rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit dem Erreger Chlamydia trachomatis infiziert. Da in vielen Fällen die Krankheit (zunächst) ohne Symptome verläuft, werden Chlamydien schnell weitergegeben. So kann sich der Erreger weit verbreiten. Wenn Symptome auftreten, dann meist erst eine bis drei Wochen nach der Infektion. Möglich ist auch, dass die Symptome nach kurzer Zeit wieder von allein zurückgehen, somit nicht an eine ernsthafte Erkrankung gedacht wird.

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Der einzig sichere Weg zu wissen, ob Sie selbst von Chlamydien betroffen sind, ist ein entsprechender Test. Dafür wird eine Urinprobe abgegeben oder ein Vaginalabstrich gemacht. Der Test erfolgt stets beim Haus- oder Facharzt. Genauer wird in der Regel die PCR-Methode angewandt. Im Labor wird der Erreger mit dieser Methode nachgewiesen, indem das Erbgut des Bakteriums aufgezeigt wird. Mit der Probe kann sehr leicht eine Infektion festgestellt und gegebenenfalls eine Behandlung eingeleitet werden. Sicher nachgewiesen werden kann das Bakterium allerdings nur in der akuten Phase, also nach der Inkubationszeit.

Für Schwangere gehört der Test auf Chlamydien zu den Standardverfahren der Vorsorge. Hintergrund sind die möglichen schweren Folgen für das Ungeborene. Eine nicht rechtzeitig behandelte Infektion mit Chlamydien kann zu einer Frühgeburt, Fehlgeburt oder Totgeburt führen. Zudem ist es möglich, dass der Erreger während der Geburt auf das Baby übertragen wird und dort zu schweren gesundheitlichen Folgen führt.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Infektion?

Wie bereits erwähnt, wissen viele Betroffene nichts von einer Infektion, da keine oder kaum Symptome auftreten. Wenn Symptome auftreten, dann sind ein weißlicher bis grünlicher Ausfluss, ein Druckgefühl, ein Jucken oder Brennen beim Urinieren und ein schmerzendes Gefühl beim Urinieren oder beim Geschlechtsverkehr bei Männern und Frauen mögliche Symptome.

Entzündungen, die in der Folge einer unbehandelten Chlamydieninfektion entstehen, führen oft zu stärkeren gesundheitlichen Beschwerden. Die Symptomatik hier kann ähnlich ausfallen wie genannt oder auch stärker. Bei Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane sind Schmerzen und andere Symptome wahrscheinlicher.

Welche Folgen können entstehen?

Die Folgen einer unbehandelten Infektion mit Chlamydien können gravierend sein. Bei beiden Geschlechtern wandern die Erreger im Laufe der Zeit weiter in den Körper hinein. Bei Männern entzündet sich die Harnröhre und im weiteren Verlauf sind auch die Nebenhoden und die Prostata betroffen. Das geht oft mit starken Schmerzen einher. Im schlimmsten Fall bilden sich Abszesse und eine Unfruchtbarkeit droht.

Bei Frauen wandert die Infektion ebenfalls weiter in die inneren Fortpflanzungsorgane. Eine Entzündung des Gebärmutterhalses, der Gebärmutter und insbesondere der Eileiter droht. Vernarbungen und Verklebungen der Eileiter können die Folge sein. Das erhöht das Risiko von Eileiterschwangerschaften und auch die Unfruchtbarkeit ist möglich.

Für beide Geschlechter können weitere Folgeerscheinungen auftreten. So kann der Erreger auch in die Beingelenke weiterwandern und dort Entzündungen auslösen. Auch eine Entzündung der Bindehaut in den Augen ist möglich. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen.

Gibt es einen Schutz vor der Infektion?

Einen Schutz durch eine Impfung oder ein ähnliches Verfahren gegen Chlamydien gibt es bislang nicht. Daher sind alle Maßnahmen zur Prävention geeignet, die auch für andere Geschlechtskrankheiten gelten. Das bedeutet beispielsweise ausschließlich geschützten Geschlechtsverkehr mit Kondom. Da Chlamydien durch Kontakt mit Schleimhäuten übertragen werden, ist auch beispielsweise Oralsex riskant und ein Weg der Ansteckung. Ohnehin sind Chlamydien hochansteckend.

Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt mit der Zahl der Geschlechtspartner, mit denen in relativ kurzer Zeit intimer Kontakt besteht. Auch eine vormalige Erkrankung mit einer Geschlechtskrankheit macht eine Ansteckung mit Chlamydien wahrscheinlicher. Für junge Frauen gibt es aufgrund der hohen Risiken den Test auf Chlamydien auch im Rahmen der normalen Vorsorge.

Chlamydia trachomatis nistet sich besonders gern in bestimmte Arten von Zellen ein, die vor allem im Genitalbereich der Frau vorkommen. Daher besteht bei jungen Frauen ein erhöhtes Risiko. Das ist umso höher, desto anfälliger die körpereigenen Abwehrkräfte werden. Rauchen und Essstörungen sind beispielsweise risikosteigernde Faktoren in dem Zusammenhang.

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