Achtung! Viagra-Preise & Kosten

Das Originalpräparat Viagra ist in unterschiedlichen Dosierungen (25, 50 und 100 mg) und Packungsgrößen (mit vier bis 64 Tabletten) zu erhalten. Entsprechend unterscheiden sich auch die Viagra-Preise je Dosierung und Verpackungsgröße. In der kleinsten Dosierung (25 mg) liegt der Apothekenpreis bei EUR 87,90 für die Packung mit vier Tabletten und bei EUR 156,90 für die Packung mit acht Tabletten. Bei der mittleren Dosierung (50 mg) liegen die Viagra-Preise zwischen EUR 92,90 (vier Tabletten) und EUR 829,50 (64 Tabletten). In der höchsten Dosierung (100 mg) startet der Preis bei EUR 99,20 (vier Tabletten) und reicht bis EUR 949,50 (64 Tabletten). Viagra erhalten Sie nur auf Rezept und ausschließlich in der Apotheke.

Wie setzen sich die Viagra-Preise zusammen?

Die Viagra-Preise setzen sich im Wesentlichen aus zwei Komponenten zusammen. Das ist zum einen der Verkaufspreis des Herstellers – im Falle von Viagra ist das Pfizer – und zum anderen die Zuschläge der Apotheken. Wie und in welcher Höhe die Apotheken in Deutschland Zuschläge erheben, ist vorgeschrieben. Der Zuschlagssatz beträgt 3,15 Prozent des Verkaufspreises, den der Hersteller erhebt, jedoch maximal EUR 37,80. Zusätzlich wird auf jede Packung ein Festzuschlag in Höhe von EUR 0,70 erhoben.

Über die Zuschläge wird sichergestellt, dass die Apotheken die Arzneimittel anschaffen und vorhalten. Die Regelungen zu den Zuschlägen sorgt zudem dafür, dass verschreibungspflichtige Medikamente deutschlandweit den gleichen Endpreis haben. Das gilt auch für Versandapotheken – alle seriösen Apotheken nehmen für Viagra den gleichen Preis. Stoßen Sie somit auf Angebote, die zu einem günstigeren Preis Viagra anbieten, sollten Sie ausgesprochen skeptisch sein. Meist handelt es sich hierbei um billige Nachahmungsprodukte aus dem Ausland, die in Deutschland keine Zulassung haben und dessen Einnahme ein gravierendes gesundheitliches Risiko darstellt.

Mehr zum Thema Viagra Generika finden Sie hier: Gibt es Viagra Generika in Deutschland?

Viagra-Preise und Patentschutz

Die relativ hohen Viagra-Preise entstehen auch durch den Patentschutz. Dieser ist notwendig, damit Pharmaunternehmen angehalten sind, Forschung und Entwicklung zu betreiben. Wird ein neues Medikament entwickelt und zugelassen, kann es patentrechtlich geschützt werden. Das war auch der Fall bei Viagra. In der Zeit des Patentschutzes kann der Hersteller den Preis weitgehend selbst bestimmen. Anderen Herstellern ist die Produktion von Medikamenten mit dem patentierten Wirkstoff untersagt, allenfalls kann das patentinnehabende Unternehmen Lizenzen an andere Pharmahersteller vergeben. So kann der Hersteller eines neu entwickelten Medikaments die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Zeit des Patentschutzes wieder einnehmen und Gewinne erwirtschaften.

Ein Patent ist jedoch zeitlich befristet, um die Nachteile nur eines Anbieters irgendwann wieder aufzulösen. In der Europäischen Union beträgt der Patentschutz 20 Jahre. Nach dieser Zeit können andere Pharmaunternehmen den vormals geschützten Wirkstoff für die eigene Medikamentenproduktion nutzen – sofern diese zugelassen werden.

Es entstehen Generika. Sind diese auf dem Markt verfügbar, haben sie meist einen deutlich niedrigeren Preis als das Original, sind aber genauso wirksam. Der Markt für dieses Medikament wird zu einem Wettbewerbsmarkt, wo nun Konkurrenz herrscht und die Verkäufe zu den ursprünglichen Preisen nicht mehr in dem Umfang möglich sind.

Im Falle von Viagra ist dieses Patent bereits seit einigen Jahren ausgelaufen und eine Vielzahl an Generika stehen heute zur Verfügung. Die Viagra-Preise bleiben weiterhin auf einem relativ hohen Niveau, da Viagra von den Vorteilen einer etablierten Marke noch weiter profitieren kann. Pfizer selbst hat aber bereits ein Generika auf den Markt gebracht, um sich den geänderten Marktumständen zu stellen.

Warum ist die Entwicklung so teuer?

Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente ist an sich ein teures Unterfangen. Die zugehörigen Studien, die im Erforschungsprozess durchgeführt werden mussten, rechtfertigen durchaus die relativ hohen Viagra-Preise. Es sind diverse Studien erforderlich, in denen die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Viagra erprobt werden musste.

Zu jeder Studie gehören eine große Zahl an Probanden sowie eine aufwändige Durchführung in verschiedenen Gruppen, um ein wissenschaftlich tragbares und aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Ohne diesen Aufwand ist eine Zulassung unmöglich. Zu berücksichtigen dabei ist auch, dass in diesem Prozess der Erforschung auch Misserfolge und Rückschläge einkalkuliert werden müssen.

Wer zahlt für Viagra?

Viagra und auch die Viagra Generika sind verschreibungspflichtige Arzneimittel. Sie müssen also ein Rezept von Ihrem Arzt haben, um das Mittel in der Apotheke erwerben zu können. Als Potenzmittel ist es allerdings aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen ausgeschlossen, sodass Sie selbst für die Kosten aufkommen müssen. Mehr dazu finden Sie hier: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Viagra?