Maca als natürliches Potenzmittel?

Erektionsstörungen und eine mangelnde Libido können vielschichtige Ursachen haben. Stressbedingte Erektionsprobleme sind dabei alles andere als selten. Da möchte nicht jeder gleich zu einer medikamentösen Behandlung beispielsweise mit einem PDE5-Hemmer wie Viagra greifen. Natürliche Mittel zur Steigerung der Erektionsfähigkeit und Wiedererlangen sexueller Lust werden immer stärker diskutiert. Unter den natürlichen Potenzmitteln findet sich dabei auch Maca.

Was ist Maca?

Maca ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse, der Kresse nicht unähnlich, die vor allem in Südamerika beheimatet ist. Sie wächst vorwiegend im Hochland der Anden auf rund 4.000 Metern Höhe. Bereits vor 2.000 Jahren nutzen die Inka Maca als Heilpflanze. Der Anwendungsbereich ist damals wie heute sehr breit gefächert, unter anderem findet Maca Verwendung als natürliches Potenzmittel. Die erektionsfördernde Wirkung ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt.

Wie wirkt Maca?

Durch die widrigen klimatischen Bedingungen, bei denen Maca wachsen muss, hat sich die Pflanze im Laufe der Zeit mit einigen Überlebensstrategien angepasst. Dazu gehört, dass Maca in den Knollen mehr als 60 Vitalstoffe und dazu viele Nährstoffe ansammelt, um zu überleben. Diese hohe Konzentration an Vital- und Nährstoffen macht sich auch beim Menschen bemerkbar, wenn er Maca zu sich nimmt.

Maca hat zunächst einmal eine wärmende Wirkung, die das allgemeine Wohlbefinden steigert. Diese Eigenschaft macht Maca aber auch wirkungsvoll gegen Erkältungen, Atemwegserkrankungen und Rheuma. Des Weiteren regt die Pflanze aber auch sehr deutlich die Libido und die Erektionsfähigkeit an. Die in Maca enthaltenen pflanzlichen Sterole fördern die Durchblutung im Beckenbereich und auch die Spermienproduktion wird angeregt.

Im Gegensatz zu anderen natürlichen Potenzmitteln ist die Förderung der Durchblutung nicht mit einer Gefäßerweiterung verbunden und tatsächlich im Wesentlichen auf den Beckenbereich beschränkt. Genau das hat aber eine besonders starke Wirkung auf die sexuelle Leistungsfähigkeit. Studien haben das zumindest bei Mäusen bereist eindrücklich gezeigt: Durch die Verabreichung von Maca an Mäusen stieg die sexuelle Leistungsfähigkeit um das Dreifache. Von einer ähnlichen Wirkung beim Menschen ist in der richtigen Dosierung auszugehen und entsprechende Erfahrungen sprechen dafür.

Tatsächlich ist starke Wirkung in Peru seit Jahrhunderten bekannt. Aufgrund dessen wird die Maca-Pflanze in einigen peruanischen Dörfern bis heute nur an verheiratete Paare verschrieben, damit die enorme Wirkung nur zwischen einem Ehepaar bleibt. Auch im sportlichen Bereich ist Maca als natürliches Mittel zur Leistungssteigerung seit längerer Zeit bekannt.

Wie lange muss Maca eingenommen werden?

Wie bei vielen natürlichen Potenzmitteln ist die einmalige Einnahme von Maca nicht ausreichend für eine Wirkung. Das Kreuzblütengewächs muss über einen ausreichenden Zeitraum regelmäßig (täglich) zu sich genommen werden, damit die volle Wirkung entfaltet wird. Bis zum Erreichen der vollen Wirkung kann es bis zu vier Monate dauern. Durch eine Dauereinnahme kann dann die Wirkung nachhaltig aufrecht gehalten werden.

Was ist die richtige Dosierung bei Maca?

Maca wird als natürliches Potenzmittel meist in Pulverform verkauft. Die Dosierung richtet sich dabei an den Angaben des Herstellers. In den meisten Fällen liegt die optimale Dosierung bei zwei bis drei Gramm täglich. Sollte eine Unverträglichkeit auftreten, dann sollte zunächst die Dosierung beispielsweise auf ein Gramm täglich gesenkt werden. Im Normalfall ist Maca aber sehr gut verträglich und zeigt keine Nebenwirkungen. Von einer stark überhöhten Dosierung sollte dennoch abgesehen werden. Zur Leistungssteigerung nehmen allenfalls Sportler über einen längeren Zeitraum bis zu zehn Gramm täglich. Gegen Erektionsstörungen eignet sich in Kombination mit Maca insbesondere L-Arigin.

Maca eignet sich sehr gut für den Speiseplan

Als Pflanze eignet sich Maca auch als Lebensmittel für den täglichen Speiseplan. Da Maca als frische Knolle nicht so leicht zu bekommen ist, kann auch das Maca-Pulver für die tägliche Mahlzeit genutzt werden. Das ist insofern auch angeraten, als dass Maca einen sehr unangenehmen Eigengeschmack hat – das gilt allerdings ebenso für die Pulverform. Der Geschmack erinnert an sehr scharfem Ingwer. Das Pulver nur in Wasser aufzulösen, überdeckt den Geschmack daher nicht.

Traditionell wird zerriebener Maca in Milch aufgelöst und getrunken. Andere Varianten sind eine Beimischung in Früchtebrei oder als Zutat zum Backen, das lässt sich mit etwas Kreativität eventuell auch in die heimische Küche übertragen. In der einfachsten Variante wird das Maca-Pulver ebenfalls in Milch aufgelöst zu sich genommen oder in Joghurt oder Quark beigemischt. Maca-Pulver lässt sich aber auch prima in (Braten-) Soßen verarbeiten. Bei der Verwendung des Maca-Pulvers gibt es kulinarisch gesehen keine Grenzen. Maca-Muffins, bei denen Maca in den Teig beigemischt wird, wäre eine genauso leckere Lösung.

Welche Erfahrungen mit Maca gibt es bisher?

Neben den jahrhundertelangen Erfahrungen aus Südamerika sammeln auch immer mehr Männer (und Frauen) in anderen Regionen der Welt mit Maca ihre Erfahrungen. Die sind überwiegend positiver Natur und haben Maca in Sachen Beliebtheit als natürliches Potenzmittel populär gemacht. Nach der (längerfristigen) Einnahme von Maca beschreiben viele Männer eine erektionsfördernde und luststeigernde Wirkung.

Aus den gemachten Erfahrungen ragt dabei jedoch nicht nur die erektionsfördernde Wirkung von Maca heraus, sondern Frauen wie Männer berichten von einer verbesserten sportlichen Leistungsfähigkeit. Frauen berichten zusätzlich vereinzelt von einer Linderung der Wechseljahre-Beschwerden. Positive Wirkungen bei rheumatischen Beschwerden wurden ebenfalls berichtet. Eignet sich Maca also nicht nur als natürliches Potenzmittel, sondern allgemein als Heil- und leistungssteigerndes Mittel? Da das Gewächs als eher harmlos (bei Unverträglichkeit unbedingt den Versuch abbrechen) erscheint, kann ein Test sicher nicht schaden – trotzdem gilt: Suchen Sie bei Errektionsstörungen unbedingt den Arzt ihres Vertrauens auf und sprechen Sie über Ihre Beschwerden.

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