Levitra oder Viagra – was ist besser?

Viagra ist der erste sogenannte PDE5-Hemmer, den es auf dem Markt gab. Dank Viagra konnte eine ganz neue Art der Behandlung gegen bestimmten Typen der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörungen) durchgeführt werden. In der Folge brachten weitere Pharmaunternehmen Präparate auf den Markt, die den gleichen Ansatz wie Viagra verfolgten und als PDE5-Hemmer in den biochemischen Prozess der Erektion eingriffen. Eines dieser weiteren Medikamente ist Levitra.

Was haben Levitra und Viagra gemeinsam?

Sowohl Levitra wie auch Viagra verfolgen bei der Wirkung den gleichen Ansatz. Die jeweiligen Wirkstoffe hemmen das Enzym PDE5. Im biochemischen Prozess bei der Entstehung der Erektion wird der Stoff cGMP freigesetzt. Dieser Stoff sorgt dafür, dass die Muskeln um die Arterien im Penis entspannen, die Arterien sich somit weiten können und Blut in die Schwellkörper einfließt. PDE5 baut dieses cGMP wieder ab, die Erektion geht zurück. Wird nun ein PDE5-Hemmer eingenommen, bleibt ein hoher cGMP-Spiegel erhalten, die Durchblutung wird gefördert und eine stärkere und länger anhaltende Erektion wird möglich.

PDE5-HemmerViagraLevitra
WirkstoffSildenafilVardenafil
Wirkungsbeginn nach Einnahme ab 30 Minutenab 30 Minuten
Mittelwert der Zeit bis zum Effekt1 Stunde1 Stunde
Wirkungsdauer8 Stunden8 Stunden
Dosierungsmöglichkeiten 25 mg, 50 mg und 100 mg5 mg, 10 mg, und 20 mg
Kosten87,90 € (4 Tabletten à 25mg)
92,90 € (4 Tabletten à 50mg)
99,20 € (4 Tabletten à 100mg)
21,99 € (4 Tabletten à 5 mg)
30,98 € (4 Tabletten à 10mg)
54,98 € (4 Tabletten à 20mg)

Worin unterscheiden sich Levitra und Viagra?

Der wesentliche Unterschied zwischen Levitra und Viagra liegt im verwendeten Wirkstoff. In Viagra wird der Wirkstoff Sildenafil genutzt. Der Wirkstoff in Levitra heißt Vardenafil. Beide Stoffe sind eng chemisch verwandt und greifen auf die gleiche Art in die körpereigenen Prozesse ein, daher ist die Wirkungsweise auch sehr ähnlich. Dennoch liegen zwei unterschiedliche Wirkstoffe vor, was Konsequenzen in der Anwendung und Wirkungsdauer haben kann. Zudem sind unterschiedliche Dosierungen der Wirkstoffe gegeben, um eine normale Wirkung zu erzeugen.

Der Zeitraum bis zur Wirkung ist mit einer halben bis einer Stunde vor dem Geschlechtsverkehr dabei für bei Mittel sehr ähnlich. Levitra wirkt im Schnitt ein bisschen schneller als Viagra. Auch bei der Wirkungsdauer erlaubt Levitra im Vergleich einen etwas längeren Zeitraum – bis zu fünf Stunden im Vergleich zu bis zu vier Stunden bei Viagra. Für eine bestimmte Person können die Unterschiede aber auch entgegengesetzt aussehen. Wie der jeweilige Wirkstoff im individuellen Fall wirkt, kann vom Durchschnitt mehr oder minder stark abweichen.

Untersuchungen zeigen auf, dass Levitra im Falle schwerer oder schwer zu behandelnder Erektionsstörungen im Schnitt eine höhere Erfolgsaussicht hat als Viagra. Hintergrund ist eine deutlich stärkere Hemmung von PDE5, die mit Levitra im Vergleich zu Viagra erreicht werden kann. Zeigt Viagra bei einer Person keine Wirkung, stehen die Chancen recht gut, mit Levitra eine erfolgreiche Behandlung zu erhalten. Insbesondere bei Erkrankungen wie Diabetes oder nach einer Prostataoperation kann mit Levitra mit besserem Erfolg eine Erektionsstörung behandelt werden als mit Viagra.

Häufige Fragen zu Viagra und Levitra

Wie viel mg Viagra sollte ich maximal an einem Tag zu mir nehmen?

Die individuelle Dosis muss unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden. Die verschriebene Höchstdosis sollte nicht überschritten werden – die verschriebene Dosis sollte innerhalb von 24h nicht überschritten werden.

Kann Viagra in Verbindung mit Alkohol eingenommen werden?

Von der Einnahme von Viagra in Verbindung mit Alkoholkonsum sollte abgeraten werden.

Beeinträchtigt Essen die Wirkung von Viagra?

Ja, Essen verändert die Wirkung von Viagra. Fettiges Essen hat den Effekt den Wirkungsgrad abzuschwächen – am wirkungsvollsten ist Viagra bei einem leeren Magen.

Wie unterscheiden sich Levitra und Viagra in den Nebenwirkungen?

Da die beiden Wirkstoffe Vardenafil (Levitra) und Sildenafil (Viagra) chemisch sehr ähnlich sind, zeigen sich durch die Einnahme auch sehr ähnliche Nebenwirkungen. Zudem sind bei beiden Mitteln auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie Vorerkrankungen zu achten. Beispielsweise ist besondere Vorsicht mit allen PDE5-Hemmern geboten, wenn eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck, ein kürzlich zurückliegender Herzinfarkt oder Schlaganfall vorliegt. Gerade wenn hier entsprechende Medikamente eingenommen werden, kann die zusätzliche Einnahme von Levitra oder Viagra schwere gesundheitliche Folgen auslösen.

Unterschiede gibt es bei der Wirkung zwischen Levitra und Viagra bei Diabetes. Die Einnahme muss stets mit einem Arzt abgesprochen werden, bei Diabetikern ist Viagra meist wenig erfolgsversprechend oder die Einnahme nicht möglich. Bei Levitra hingegen können Diabetiker auf eine erfolgreiche Behandlung der Erektionsstörung hoffen. Auch bei anderen Vorerkrankungen oder Operationen, die schwere Erektionsstörungen zur Folge haben, kann Levitra – sofern gefahrlos verschreibbar – zu besseren Erfolgen führen als Viagra. In allen Fällen ist aber stets die Diagnose und Behandlung durch einen Arzt wichtig.

Levitra oder Viagra?

Generell kann die Frage nicht beantwortet werden, ob Levitra oder Viagra das bessere Präparat gegen eine erektile Dysfunktion darstellt. Das hängt auch und gerade von den persönlichen Umständen der Erektionsstörung ab. Allgemein hat Levitra höhere Erfolgsaussichten bei Diabetikern und Männern mit schweren Erektionsstörungen. Insbesondere die Frage der Verträglichkeit kann aber individuell sehr unterschiedlich beantwortet werden. So ist es durchaus möglich, dass auch umgekehrt Levitra keine Wirkung zeigt, während die Erektionsstörung mit Viagra behandelbar wird. Auch in Sachen Allergien können diese vom jeweiligen Wirkstoff abhängen.