Organische Ursachen der erektilen Dysfunktion (ED)

Bei den organischen Ursachen der erektilen Dysfunktion (ED) liegen die Erektionsstörungen in physischen oder krankheitsbedingten Fehlfunktionen begründet. Ganz allgemein lassen sich hierbei vier Kategorien an organischen Ursachen beschreiben:

  • vaskuläre Ursachen
  • neurogene Ursachen
  • endokrine Ursachen
  • sowie kavernöse Ursachen

Bei den vaskulären Ursachen liegt eine Störung bei der Durchblutung vor, die zu einer Erektionsstörung führt. Beispielsweise ist die Blutzufuhr in die Schwellkörper des Penis zu gering oder der Blutabfluss ist erhöht (sogenanntes venöses Leck). Bei den kavernösen Ursachen ist das Gewebe des Schwellkörpers geschädigt. Bei den neurogenen Ursachen liegt eine Schädigung im Nervensystem (zentral oder peripher) vor. Zuletzt kann die Ursache einer organischen Erektionsstörung in einer Hormonstörung (endokrine Ursache) begründet sein.

Häufigkeit der erektilen Dysfunktion nach Altergsgruppen

Altersgruppe 18-29 Jahre

Keine ED
0%
Geringe Ausprägung
0%
Mittlere Ausprägung
0%

Altersgruppe 30-39 Jahre

Keine ED
0%
Geringe Ausprägung
0%
Mittlere Ausprägung
0%

Altersgruppe 40-49 Jahre

Keine ED
0%
Geringe Ausprägung
0%
Mittlere Ausprägung
0%
Starke Ausprägung
0%

Altersgruppe 50-59 Jahre

Keine ED
0%
Geringe Ausprägung
0%
Mittlere Ausprägung
0%
Starke Ausprägung
0%

Altersgruppe 60-69 Jahre

Keine ED
0%
Geringe Ausprägung
0%
Mittlere Ausprägung
0%
Starke Ausprägung
0%

Altersgruppe 70-79 Jahre

Keine ED
0%
Geringe Ausprägung
0%
Mittlere Ausprägung
0%
Starke Ausprägung
0%

Quelle: Cottbus Survey, Anzahl der Befragten =10 000.

Beispiele für organische Ursachen einer Erektionsstörung

Die oben genannten vier Ursachenkategorien können selbst wiederum durch diverse Risikofaktoren bedingt sein. Zu den Risikofaktoren zählen Krankheiten (chronisch oder nicht-chronisch), Verletzungen (einschließlich Operationen) oder auch die (ungesunde) Lebensweise. Oft kommen auch hier mehrere Faktoren zusammen, die dann für eine erektile Dysfunktion sorgen können.

organische-ursachen-impotenz

Was sind typische Beispiele an Erkrankungen und Leiden?

Beispiele für Durchblutungsstörungen, die zu einer Erektionsstörung führen können, sind Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie), Arteriosklerose oder Atherosklerose (Arterienverkalkung) sowie auch erhöhte Cholesterin– und Blutfettwerte (Hyperlipidämie). Eine weitere häufige organische Ursache ist Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Weitere chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson oder Multisystematrophie (MSA) können ebenfalls zu Erektionsstörungen führen.

Eine weitere Ursachenquelle sind Verletzungen oder Erkrankungen an Organen im Unterleib. Das können beispielsweise Operationen oder Bestrahlungen an der Prostata, dem Darm oder der Blase sein. Auch eine Prostata-Entzündung (Prostatitis) sowie Leber- oder Nierenleiden können ursächlich für eine Erektionsstörung sein. Nicht zuletzt kann auch eine Schilddrüsenunter- (Hypothyreose) oder Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) verantwortlich sein.

Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule können ebenfalls eine erektile Dysfunktion auslösen. Das reicht von allgemeinen Verletzungen an der Wirbelsäule oder am Becken über einen Bandscheibenvorfall bis zur Querschnittslähmung. Bei den hormonellen Ursachen ist vor allem ein Testosteronmangel (Hypogonadismus) eine mögliche Ursache für Erektionsstörungen. Weiterhin kann auch ein zu hoher Prolaktinwert (Hyperprolaktinämie) – selbst wiederum unter Umständen durch ein Prolaktinom verursacht – die Ursache für eine Erektionsstörung sein.

Die nicht abschließende Liste an organischen Ursachen beinhaltet zudem Schlafapnoe sowie Übergewicht bis zur Fettsucht (Adipositas). Auch der Konsum von Suchtmitteln wie Nikotin (siehe hierzu „Rauchen und Erektionsstörungen“, Alkohol und Drogen können zu einer erektilen Dysfunktion führen.

Erektionsstörungen als Hinweis auf eine noch nicht erkannte Erkrankung

Wie die vorgenannte Auflistung aufzeigt, kann es viele organische Ursachen für eine erektile Dysfunktion geben. Das bedeutet auch, dass bei Ihnen eine noch nicht erkannte Erkrankung vorliegen könnte, wenn Sie unter Erektionsstörungen leiden. Die Wichtigkeit, eine Erektionsstörung als potenzielles Symptom einer möglicherweise ernsthaften Erkrankung zu sehen, beschreiben auch die Ärzte Aaron Vinik und Donals Richardson in folgender Aussage (IDF Bulletin, Sonderheft „Diabetes und Sexualität“, Vol. 43, November 1999):

„Für manche ist der Penis wie eine Wünschelrute, mit der man Männer mit hohem Risiko für eine vaskuläre Katastrophe (Herzinfarkt) lange vor deren Eintreten erkennen kann.“

Neben den angesprochenen Gefäßerkrankungen sind auch weitere Krankheitsbilder mögliche Ursachen der Erektionsstörung. Leiden Sie unter einer andauernden Erektionsstörung – über Monate hinweg – sollten Sie am besten einen Facharzt (Urologe oder Androloge) aufsuchen. Nur so kann die Ursache der Erektionsstörung bestimmt und dann behandelt werden. Auf der Seite „Der Penis als Frühwarnsystem“ haben wir Ihnen weitere Informationen hierzu zusammengestellt.