Cialis oder Levitra – was ist besser?

Cialis und Levitra zählen zu den sogenannten PDE5-Hemmern. Diese Mittel werden zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion eingesetzt. Seit Viagra ganz neue Möglichkeiten zur Behandlung von Erektionsstörungen ermöglichte, sind weitere Präparate mit einem sehr ähnlichen Ansatz auf den Markt erschienen. Cialis und Levitra sind zwei davon. Beide Mittel greifen in den biochemischen Prozess ein, der zur Erektion führt. Damit zeigen Cialis und Viagra die gleiche Wirkungsweise, sie unterscheiden sich jedoch in anderen Punkten wie beispielsweise die Wirkungsdauer und Anwendung.

Was haben Cialis und Levitra gemeinsam?

Wie bereits erwähnt, zählen Cialis und Levitra zu den PDE5-Hemmern. Im biochemischen Prozess der Erektion spielt der körpereigene Stoff cGMP eine zentrale Rolle. Dieser sorgt dafür, dass die Muskulatur um die feinen Arterien im Penis sich entspannt, die Arterien sich so weiten können und Blut in die Schwellkörper einfließen kann. Das Enzym PDE5 wiederum baut cGMP wieder ab, sodass die Erektion wieder zurückgeht. Wird PDE5 nun von einem Potenzmittel wie Cialis oder Levitra gehemmt, bleibt cGMP stärker im Körper und die Erektion bleibt länger und auch stärker erhalten.

Worin unterscheiden sich Cialis und Levitra?

Der wesentliche Unterschied zwischen Cialis und Levitra liegt im verwendeten Wirkstoff. Cialis nutzt des Wirkstoff Tadalafil, in Levitra ist Vardenafil enthalten. Beide Wirkstoffe sind chemisch eng verwandt, daher zeigen sie im Körper auch die gleiche Wirkung. Darüber hinaus kann die Verwendung eines Wirkstoffes im Vergleich zum anderen zu unterschiedlichen Ergebnissen bei individuellen Personen führen. Beispielsweise kann Cialis bei einer bestimmten Person keine Wirkung zeigen, während Levitra zu einer zufriedenstellenden Erektion führt. Auch Nebenwirkungen können unterschiedlich oder unterschiedlich stark je nach verwendetem Präparat auftreten.

Einen interessanten Unterschied gibt es bei der Zeit bis zur Wirkung. Sowohl Tadalafil als auch Vardenafil zeigen ihre Wirkung bei vergleichsweise geringen Dosierungen. In Relation zueinander wirkt Cialis deutlich schneller, in vielen Fällen 20 bis 30 Minuten nach der Einnahme. Levitra zeigt erst einige Zeit später, eine halbe bis eine Stunde nach der Einnahme, Wirkung. Die geringe Dosierung bei Cialis kann bei einigen Personen aber auch dazu führen, dass die Wirkung erst deutlich später als im Durchschnitt einsetzt – bis zu zwei Stunden. Dieses Problem hat Levitra wesentlich seltener.

Noch deutlich wird der Unterschied bei der Wirkungsdauer. Da Tadalafil deutlich langsamer im Körper abgebaut wird, hält die Wirkung wesentlich länger an als bei Levitra. Bis zu 36 Stunden kann Cialis wirken. Der langsame Abbau erlaubt auch eine alternative Anwendung in der Form Cialis once a Day, wo der Patient unabhängig von einem geplanten Geschlechtsverkehr einmal täglich Cialis einnimmt und so dem Wirkstoff-Level im Körper einfach aufrechterhält. So ist Geschlechtsverkehr jederzeit ohne weitere Einnahme möglich. Levitra hält nur bis zu fünf Stunden nach der Einnahme vor.

Dafür zeigt Levitra seine Stärken bei von Erektionsstörungen betroffenen Männern, die durch die Einnahme anderer Potenzmittel keine Erfolge erzielen konnten. Bei schweren Erektionsstörungen und bei Diabetikern kann Levitra immer noch zu einer erfolgreichen Behandlung der erektilen Dysfunktion beitragen, Levitra gilt als besonders wirksam. Selbst nach einer Operation an der Prostata und in der Folge auftretende Erektionsstörungen kann Levitra erfolgreich wirken. Mit Cialis sind in solchen Fällen die Chancen auf Wirksamkeit deutlich geringer.

Haben Cialis und Levitra unterschiedliche Nebenwirkungen?

PDE5-Hemmern haben sehr ähnliche Nebenwirkungen, von denen einzelne Patienten sehr unterschiedlich betroffen sein können. Durch den langsamen Abbau von Cialis halten aufgetretene Nebenwirkungen deutlich länger an als im Falle von Levitra. Auch kann es dazu kommen, dass bei einem bestimmten Patienten mit Cialis Nebenwirkungen auftreten und mit Levitra nicht und umgekehrt. Allgemein ist bei allen PDE5-Hemmern zudem auf die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten und auf Vorerkrankungen zu achten. Das gilt insbesondere bei Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck und schweren Leber- und Nierenschäden. In allen Fällen ist eine Absprache mit einem Arzt notwendig und wichtig.

Cialis oder Levitra?

Eine pauschale Aussage, welches der beiden Präparate besser ist, kann nicht getroffen werden. Das hängt ganz von der individuellen Situation und den Vorlieben ab. Wenn Unverträglichkeiten mit der einen Arznei auftreten, müssen diese mit dem anderen Medikament nicht zum Vorschein kommen. In dieser Hinsicht sind Alternativen bei den PDE5-Hemmern immer ein Vorteil. Zusammen mit dem behandelnden Arzt sollt daher genau ausprobiert werden, welches Präparat in welchen Dosierungen die beste Wirkung zeigt.