Was ist Azithromycin und wofür wird es angewendet?

Azithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Es wird angewendet bei allen Erregern, die entsprechend auf den Wirkstoff reagieren. Insbesondere bei Lungenentzündung und einigen Geschlechtskrankheiten findet Azithromycin Anwendung. Bei einer Infektion mit Chlamydien ist es meist das erste Mittel der Wahl.

Wie funktioniert Azithromycin?

Ansatzpunkt für die Wirkung von Azithromycin sind die Proteine in den Bakterien, die für die Krankheit verantwortlich sind. Genau diese Proteine werden zerstört und so das Bakterium unschädlich gemacht. Die Proteine sind für die Vermehrung des Bakteriums zuständig, was nun nicht mehr funktioniert. Die Infektion kann sich somit nicht weiter ausbreiten und die bestehenden Erreger werden nach und nach bekämpft.

Azithromycin wird bei der Behandlung als Einmaldosis verabreicht. So gelangen 1.000 mg des Wirkstoffes auf einmal in den Körper und können so ihre Arbeit verrichten. Die Erfolgsrate beträgt gut 95 Prozent. Azithromycin ist also ein sehr wirkungsvolles und effizientes Mittel.

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Was sind Chlamydien?

Ein Hauptanwendungsgebiet von Azithromycin ist die Behandlung von Chlamydien. Dabei wird es nicht nur gegen die Form angewandt, die als Geschlechtskrankheit bekannt ist – Chlamydia trachomatis. Auch andere Untergruppen dieses Bakterium lösen verschiedene Infektionskrankheiten aus und werden mit Azithromycin erfolgreich behandelt. Neben den Chlamydia trachomatis sind das Chlamydia pneumoniae, die die Atemwege befallen, und Chlamydia psittaci, verantwortlich für die Papageienkrankheit. Diese ist jedoch ausgesprochen selten.

Woher weiß ich, ob ich Chlamydien habe?

Chlamydia trachomatis ist ein weitverbreiteter Erreger, die Geschlechtskrankheit Chlamydien zählt zu den am weitesten verbreiteten sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland. Je nach Altersgruppe sind zwischen zehn und 20 Prozent der Bevölkerung mit dem Erreger befallen.

Diese hohe Verbreitung ist auch darauf zurückzuführen, dass Chlamydien in vielen Fällen keine Symptome zeigen. Bei den Männern ist das bei etwa der Hälfte der Infizierten der Fall, bei den Frauen gar in 80 bis 90 Prozent der Fälle. Ohne entsprechende Schutzmaßnahmen wie sicheren Geschlechtsverkehr kommt es so leicht zu einer Ansteckung.

Ansonsten sind typische Symptome bei beiden Geschlechtern ein anormaler Ausfluss, Jucken oder Brennen beim Urinieren oder auch Schmerzen. Gezeigte Symptome können aber von allein wieder zurückgehen. Gewissheit kann daher nur ein Test auf Chlamydien bei einem Arzt bringen.

Gibt es Präventionsmaßnahmen?

Gegen Chlamydien schützt nur ein sicherer Geschlechtsverkehr mit Kondom. Da eine Ansteckung nicht nur vaginal, sondern auch anal und oral erfolgen kann, sollte daher stets bei intimen Kontakt ein Kondom im Spiel sein. Gerade bei wechselnden Partnern ist Safer Sex Pflicht. Andere Schutzmaßnahmen wie beispielsweise eine Impfung gibt es bislang nicht.

Ist Geschlechtsverkehr während der Behandlung möglich?

Wenn Sie gegen Chlamydien Azithromycin verschrieben bekommen haben, wird das Mittel nur einmal verabreicht. Das bedeutet aber nicht, dass Sie danach direkt wieder gesund sind. Um keine Ansteckung zu ermöglichen, sollten Sie daher auch mindestens in den folgenden sieben Tagen nach der Einnahme auf Geschlechtsverkehr verzichten. Sprechen Sie zudem mit Ihrem Partner oder Ihre Partnerin über die Erkrankung, damit auch dieser beziehungsweise diese sich testen und behandeln lassen kann.

Ist Azithromycin für jeden geeignet?

Als Behandlungsmethode eignet sich Azithromycin für Männer und Frauen. Besondere Einschränkungen gibt es nicht, sofern keine Allergien vorliegen. Auch gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich des Alters. Chlamydien können in jeder Altersgruppe, die sexuell aktiv ist, auftreten. Die Ansteckung ist häufiger bei jüngeren Personen bis 24 Jahre.

Azithromycin und Alkohol

Während er Behandlung mit Azithromycin sollte auf Alkohol verzichtet werden. Setzen Sie mindesten eine Woche als Behandlungszeit an. Alkohol steht der Wirkung von Azithromycin entgegen und kann diese neutralisieren. Damit wird die Erkrankung dann auch nicht aufgehalten.

Ist eine Behandlung mit Azithromycin immer erfolgreich?

Die Behandlung mit Azithromycin hat sehr hohe Erfolgschancen. In 95 Prozent der Fälle ist die Behandlung erfolgreich. Um sicherzugehen, dass der Erreger im Körper wirklich nicht mehr vorhanden ist, sollte in wenigen Wochen nach der Behandlung ein weiterer Test auf Chlamydien gemacht werden. Nur so kann der Erfolg sicher festgestellt werden.

Ist Azithromycin rezeptfrei?

Azithromycin ist ein Antibiotikum, das verschreibungspflichtig ist. Damit können Sie es nur erhalten, wenn ein Arzt Sie entsprechend diagnostiziert und Azithromycin verschrieben hat. Vermeintlich rezeptfreie Angebote im Internet sind illegal und die Einnahme solcher Mittel gesundheitsgefährdend.

Gibt es Nebenwirkungen?

Wie bei jedem Medikament kann auch Azithromycin zu Nebenwirkungen führen. Allgemein ist es aber sehr gut verträglich und es treten nur selten Nebenwirkungen auf. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen ein Übelkeitsgefühl, Bauchschmerzen, Durchfall und Flatulenz. In einigen Fällen kann es zu Erbrechen kommen. Schwindel, Kopfschmerzen, Juckreiz, Hautausschlag, Anorexie, Schmerzen in den Gelenken, Müdigkeit sowie Seh- und Hörstörungen sind weitere seltene Nebenwirkungen.

Bei bestehenden Allergien gegen den Wirkstoff sollte Azithromycin selbstredend nicht eingenommen werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie unter Leber- oder Nierenstörungen leiden. Auch bei anderen Vorerkrankungen sollte die Einnahme nur mit genauer Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

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